Nässe Hubdach

Wände, Dach, Tür, Fenster, Möbel, Unterboden
Luke0608
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Nässe Hubdach

Beitrag von Luke0608 »

Hallo,
wir haben seit September 2021 einen neuenTouring 535 und sind eigentlich super mit ihm zufrieden.
Leider haben wir große Probleme mit der Dichtigkeit des Stoffes am Hubdach. Nach dem ersten Regen war der Stoff von innen recht klamm und schon etwas feucht. Bei der sofortigen Reklamation beim Händler wurde der Stoff von außen nachimprägniert, offensichtlich mit Sprühflasche.
Beim nächsten Ausritt regnete es stark mit böigem Wind von der Seite. Nach einiger Zeit war der Stoff innen völlig durchnässt, es bildeten sich Tropfen, die auch bis zur Alukante runterliefen.
Als Zugfahrzeug fahren wir einen VW T6 California, hier ist das Aufstelldach auch bei Starkregen, Unwetter etc. komplett dicht.
Hat jemand auch diese Probleme oder ist das normal beim Touring?
IMG_4928.jpg
IMG_4929.jpg
ahapfi
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von ahapfi »

Hallo,

wir standen auch schon öfter im heftigen Regen und hatten bisher keine Probleme.
Reklamieren.

Gruß Axel
ahapfi
BMW 230i Cabrio mit Troll GT 542
Dirk Jan Troll 535
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von Dirk Jan Troll 535 »

Beste Luke,
Wir haben auch einen Troll 535 – Baujahr 2020 und haben beim starken Regen keine tropfen an der Innenseite.
Ich werde den Stoff vom Hubdach austauschen. Mit imprägnieren wird es immer wieder zurückkommen.
Gruß Dirk Jan
Eriba Troll 535 - 2020 aus die Niederlande
cailin
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von cailin »

ich gebe mal den "Advokatus Diabolos"...
auf dem ersten Bild ist deutlich die Kondenswasserbildung an der Hubdachleiste oben zu sehen.

und zwar ganz schön viel. :shock:

Könnte es nicht eventuell sein, dass zumindest die Tropfenbildung auf der Innenseite eher von ablaufendem Kondenswasser von ganz oben kommt??

mir ist das Früher nie aufgefallen, dass sich an der leiste gerne Kondenswasser bildet, aber seit die Tritonette einen neuen Hubdachstoff drin hat, wo der Fliegengittervorhang nimmer dran klettet, hab ich das auch des öfteren.
ich geh da immer mit nem Lappen drüber und trockne das ab.

feucht wurde mein Stoff auch, und wenn es arg windete hatte man innen das Gefühl dass man im Sprühregen stand.
Man sollte einfach mal das tun, was einen Glücklich macht, anstatt immer nur das, was Vernünftig ist.

Sprachs und kaufte sich nen Triton (1992)
und machte sie zur Tritonette


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Dirk Jan Troll 535
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von Dirk Jan Troll 535 »

Beste Luke,
Beim unsere Troll 535 ist das Truma Panel und den 12 Volt Schalter sehr niedrig eingebaut. Beim schlafen kommt man ständig an den Schalter. Habe diese Lösung bedacht. Vielleicht auch eine Lösung für dich.
IMG_2008.JPG
IMG_2007.jpg
Eriba Troll 535 - 2020 aus die Niederlande
zeeber
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von zeeber »

cailin hat geschrieben: 04.01.2022, 11:18 Könnte es nicht eventuell sein, dass zumindest die Tropfenbildung auf der Innenseite eher von ablaufendem Kondenswasser von ganz oben kommt??

mir ist das Früher nie aufgefallen, dass sich an der leiste gerne Kondenswasser bildet, aber seit die Tritonette einen neuen Hubdachstoff drin hat, wo der Fliegengittervorhang nimmer dran klettet, hab ich das auch des öfteren.
ich geh da immer mit nem Lappen drüber und trockne das ab.
Wir hatten vor Weihnachten Wasser auf dem Fussboden im Triton.
Zuerst dachte ich an ein Leck im Dachbereich. An Aluleisten am Dach und am Rahmen war Kondenswasser zu Eis gefroren. Durch den Temperatursturz vor Weihnachten war die Luftfeuchtigkeit an den schlecht oder nicht gedämmten Stellen kondensiert und gefroren. So konnte ich am Hubdachimmel die Stahlkonstruktion an den Eisstreifen ablesen.
Leider zeigt der Hubdachhimmel inzwischen am Rand eine Verfärbung durch die teilweise anstehende Feuchtigkeit, oder es war schon immer so und es ist mir jetzt erst aufgefallen.
Unser Triton wehrt sich scheinbar gegen zu wenig Wassereinbruch, Wassergott eben :D .

Daher teile ich Deine Einschätzung.
bummeltroll
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von bummeltroll »

Luke0608 hat geschrieben: 04.01.2022, 10:46 seit September 2021 einen neuenTouring 535 und sind eigentlich super mit ihm zufrieden.
Leider haben wir große Probleme mit der Dichtigkeit des Stoffes am Hubdach. Nach dem ersten Regen war der Stoff von innen recht klamm und schon etwas feucht. Bei der sofortigen Reklamation beim Händler wurde der Stoff von außen nachimprägniert, offensichtlich mit Sprühflasche.
Hallo Luke0608

ersteinmal herzlich willkommen im Eriba-Touring-Forum!

Der Hubdachstoff sieht auf deinem Bild auch nicht richtig gut straff aus.
Damit meine ich die schräge Falte.
Unser Stoff ist noch der alte orangene und aus reiner Baumwolle (denke ich).
Die modernen sind aus Misch-Gewebe. Ich würde an deiner Stelle reklamieren.

(Ein Kollege von mir hat sich in Schweden den orangenen Hubdachstoff
gegen modernen in Silbergrau tauschen lassen.
Der Stoff fühlt sich an wie so eine Outdoorjacke und ist dicht.)

VG
bummeltroll


@cailin

wie der Hubdachstoff, so sind auch Främmtwödda Glückssache :mrgreen:
cailin hat geschrieben: 04.01.2022, 11:18 ich gebe mal den "Advokatus Diabolos"...
Peter Pan
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von Peter Pan »

Hallo,
ich würde auch eher auf Kondenswasser tippen. Habt ihr den WW den bewohnt, als es so nass wurde. Dann würde ich auf zu wenig Lüftung tippen. Die Dreiecksfenster sollten (meiner Meinung nach) immer ein bisschen geöffnet sein. Wenn nachts geheizt wird, kühlt sich die warme Luft, die mehr Wasser aufnehmen kann, an den kalten stellen ab und kondensiert. Also immer gut lüften.
Gruß Peter Pan
cailin
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von cailin »

zeeber hat geschrieben: 04.01.2022, 11:56 Wir hatten vor Weihnachten Wasser auf dem Fussboden im Triton.
Zuerst dachte ich an ein Leck im Dachbereich. An Aluleisten am Dach und am Rahmen war Kondenswasser zu Eis gefroren. Durch den Temperatursturz vor Weihnachten war die Luftfeuchtigkeit an den schlecht oder nicht gedämmten Stellen kondensiert und gefroren. So konnte ich am Hubdachimmel die Stahlkonstruktion an den Eisstreifen ablesen.
Leider zeigt der Hubdachhimmel inzwischen am Rand eine Verfärbung durch die teilweise anstehende Feuchtigkeit, oder es war schon immer so und es ist mir jetzt erst aufgefallen.
Unser Triton wehrt sich scheinbar gegen zu wenig Wassereinbruch, Wassergott eben :D .

Daher teile ich Deine Einschätzung.
bei der Firma Statt gibt es wohl einen Maßgenähten Hubdachschal für Außen, im gleichen Grau ... der soll bei Winterlichen Temperaturen recht gut taugen... is aber nisch billisch...

muss wohl ganz einfach zur Montage sein, drum legen und festkletten. ist aber wohl nix für Zwerge. :PM:
Man sollte einfach mal das tun, was einen Glücklich macht, anstatt immer nur das, was Vernünftig ist.

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tomruevel_neu
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von tomruevel_neu »

Moin,

wir haben es ein Mal, nach tagelangem waagerechten Regen, gehabt, dass über den Hubdachstoff Wasser eingedrungen ist.
Der Stoff hat sich mit der Zeit immer mehr vollgesaugt bis das Wasser unten heraussickerte.

Das ist im Prinzip auch völlig normal bei Baumwollstoff.
Trotz Imprägnierung durchfeuchtet sich bei langen Regenfällen der Stoff.
Das kann man verzögern, wenn der Stoff regelmäßig gut imprägniert wird. Die Imprägnierung macht den Stoff wasserabstoßend.

Und, ein Zelttuch aus Baumwolle ist, auch bei guter Qualität und Imprägnierung, bei den ersten Regenfällen nie dicht.
Die Baumwollfasern quellen bei Nässe auf und dichten sich so gegeneinander ab. Dazu muß der Stoff einige Male naß werden und wieder trocknen können.

https://www.obelink.de/beratung/wie-und ... -zelt.html
cailin
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von cailin »

tomruevel_neu hat geschrieben: 04.01.2022, 13:52

Und, ein Zelttuch aus Baumwolle ist, auch bei guter Qualität und Imprägnierung, bei den ersten Regenfällen nie dicht.
Die Baumwollfasern quellen bei Nässe auf und dichten sich so gegeneinander ab. Dazu muß der Stoff einige Male naß werden und wieder trocknen können.

https://www.obelink.de/beratung/wie-und ... -zelt.html
ich hab ein Mittelalter-Taugliches Zelt auch aus Baumwolle (Leinen kann kein Mensch Lupfen, auch wenn es authentischer wäre)

dieses ließ mich tropfnass zurück bei Regen.

eine Intensive Behandlung mit dem Nachimprägnierer von Südwestzelte hat geholfen.
allerdings nicht aufsprühen, sondern fett mit Schwamm einmassieren und gut trocknen lassen.
Man sollte einfach mal das tun, was einen Glücklich macht, anstatt immer nur das, was Vernünftig ist.

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GoGoEriba
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von GoGoEriba »

Sieht für mich auch aus wie Kondenswasser. Kann ich bei unserem Troll auch bestätigen, dass sich an der oberen Aluschiene Wassertropfen bilden.

Wir waren über die Weihnachtsfeiertage mit dem Troll unterwegs und konnte das Phänomen immer wieder beobachten.

Aktuell regnet es bei uns viel und ich bin für kleinere Reparatur-Arbeiten fast täglich im Troll. Zwei Dinge helfen bei uns gegen Dauerregen:
  • Ordentlich Durchheizen. Einfach richtig muckelig warm machen und ruckzuck ist der Stoff trocken.
  • Das Dach zur Hälfte oder 3/4 herunterlassen, also nicht richtig schließen. Dann kommt nicht die komplette Wassermenge an den Stoff. Den Stoff dabei nach innen ziehen, also nicht rausgucken lassen.
Grundsätzlich ist ein Eriba halt nicht 100% wasserdicht. Das ist Natur der Sache, ansonsten muss man auf ein Hubdach verzichten. Das ist immer mein Reden, wenn ich mich mit anderen über den Eriba unterhalte. Wir haben übrigens auch einen T5 mit Aufstelldach. Wenn es da richtig regnet, wirds innen auch feucht. Und so war es früher auch beim Zelten.

Und wie schnell sich Kondenswasser bildet, habe ich selbst nicht glauben können. Wie man in meinen Thread hier lesen kann, war ich mit meinem Troll sogar in der Werkstatt und das Dach von einem gelernten Bootsbauer auf Dichtigkeit prüfen lassen. War alles OK.
mugru
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von mugru »

Wie hatten auch das Problem mit Kondenswasser innen an der oberen Aluleiste. Nach Idee von @ollerzausel haben wir von aussen selbsklebendes "Zellkautschuk/Moosgummi" aufgebracht. Seither morgens keine Tropfen mehr als Wecker :)
Schau mal in 'nem thread von 2011: viewtopic.php?f=23&t=8544&start=30/. Da gibt es leider keine Bilder mehr.
Aber eines hatte ich gespeichert:
Bildschirmfoto 2022-01-04 um 18.56.20.jpg
Ansonsten imprägnieren wir den Hubdachstoff 1x im Jahr von außen mit Pluvonin-Spray.
Gruß Reinhard
Puck 230 GT, Bj. 2005 & VW T5
Hephaistos
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Re: Nässe Hubdach

Beitrag von Hephaistos »

Die umlaufende Aluleiste am Hubdach ist leider ein Lehrbuchbeispiel für eine Kältebrücke :shock:

Außen umlaufend einen Moosgummistreifen anzukleben verbessert die Situation auf jeden Fall, das wollte ich bei Gelegenheit auch schon gemacht haben. Bin leider noch nicht dazu gekommen.

Wenn der Touring im Winter mit geschlossenem Hubdach steht, bildet sich in den Ecken des Hubdaches an der Aluleiste Schwitzwasser. Nur in den Ecken, da ist die kälteste Stelle. Der Touring selbst ist trocken, daran liegt es nicht.

Damit der Stoff nicht immer wieder an dieser Stelle feucht wird, habe ich im Winterquartier Schaumstoffwürfel in die Ecken geklemmt, die den Stoff nach unten drücken. So kommt mehr Luft in die Ecke. Mit den Schaumstoffwürfeln habe ich nie wieder Schwitzwasser an dieser Stelle gehabt. Einfach aus einer Schaumstoffverpackung Würfel von 5 cm Kantenlänge schneiden und gut ist.
Troll 530 "Océane" & VW Caddy 4-motion 2.0 tdi
Trolllund
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Registriert: 03.06.2019, 16:35

Re: Nässe Hubdach

Beitrag von Trolllund »

Hallo,
das Wesentliche wurde schon gesagt: Kältebrücke, Aluleiste, Lüften. Der Touring ist eben nur bedingt wintertauglich. :mrgreen:
Das Problem ist nicht der Stoffstreifen der scheinbar undicht ist sondern mangelnde Lüftung. Das macht bei Wind und Regen keinen Spaß ist aber unumgänglich wenn du die "Wassereinbrüche" wie auf deinen Fotos verhindern möchtest. Wir wischen öfters mit einem Schwammtuch den Alustreifen ab. Außerdem senke ich das Dach bis auf ca. 5cm das Dach ab. ( bei schwerem Wetter) Wir sind keine Riesen. Dazu habe ich 4 S- Haken von ca. 5 cm Länge gekauft mit denen ich das Dach arretiere. Die Dreiecksfenster bleiben dabei auf. Genauso mache ich es in der Scheune zum Überwintern.
Die Idee mit der Außenisolierung durch Moosgummi gefällt mir, ich werde mir das im Frühjahr mal ansehen.
Zum Imprägnieren empfehle ich eine Cabrio- Imprägnierung von Petzold. Den Namen weiß ich nicht mehr. Die wasserähnliche Flüssigkeit habe ich mit einem breiten Pinsel aufgetragen. Hält sehr lange, mein Cabriodach hat super abgeperlt.

Gruß Trolllund
Troll LM von 1989 -2020
Troll GT 542 Bj.2020
2020 62 Nächte
2021 51 Nächte
2022 bisher 18 Nächte
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