1973 PAN rolling restauration

Restaurierung, Teilebeschaffung, Werkzeug, Materialien
tomate67
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von tomate67 »

Sehr selten, hast Du schon die AHK? 12m oder 15m? Welcher Motor? 1,2l, 1,3l, 1,5l LC, 1,5l HC, 1,7l LC, 1,7l HC oder 2l Essex?

Ich mag den 1,5er HC mit Registervergaser und 75 PS am liebsten. Zieht gut, dreht gut und ist sehr sparsam. Mein 15mp6 lag damit bei ca 7 Litern(bei 110 km/h) und lief 170-180 km/h in der Spitze. Im Moment steckt aber ein 1,5er LC mit 55 PS in meinem 12mp6 Coupe.

Die 1,7er drehen nicht ordentlich hoch und unter 1,5er fehlt mir das Drehmoment.

Welches Getriebe, ein langes oder ein kurzes? Großer oder kleiner Tank?

Ich überlege bei meinem 1,5 die Verdichtung mit dünnerer Kopfdichtung zu erhöhen.... weniger Verbrauch und höheres Drehmoment. Aber erstmal muss der Pan fertig werden, es wird also noch ein paar Jährchen dauern.

https://www.classicsaabracing.com/en/23

P.S. Die 1,5er HC und 1,7 HC kommen mit einem Pan locker zurecht.
Miguel
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Unter 1,7l HC mach ich das nicht, Getriebe, mal sehen, Ahk ist dran. Nur ein paar winzige Kleinigkeiten fehlen für die Zulassung. Mal sehen wann ich dazu komme, aber sehen tue ich schon seit 9 Jahren. :roll:
Skandinavienreisender ETC 585
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Skandinavienreisender ETC 585 »

Miguel hat geschrieben: 19.06.2021, 13:40 Von HP-Textiles hab ich schon Zubehör für spachtelmasse und Farbe. Warum Matte und nicht Abreissgewebe? Ich dachte man braucht das damit die Farbe hält, oder war das bei dir die spachtelschicht, die geschliffen wurde?
Ich wollte so dünn wie möglich, damit die Leisten passen und das Gewicht im Rahmen bleibt.
Wegen der Dicke und der Gefahr, dass die Leisten, vor allem am Aufstelldach, nicht mehr passen, muss halt das Gelcoat, was sowieso keine tragende Funktion hat, soweit runtergeschliffen werden, bist der Auftrag danach wieder (in etwa) die gleiche Höhe/Dicke aufweist.
Abreissgewebe ist das falscheste Gewebe, welches Du verwenden könntest.
Das dient ausschließlich dazu, eine Laminatfläche direkt nach dem Laminieren, wenn das Harz noch nass ist, zu belegen und zusätzlich vollumfänglich zu tränken. Nach dem Aushärten wird diese Schicht wieder abgerissen (daher Abreissgewebe) um eine fettfreie Schicht zur Weiterverarbeitung zu haben. Das ist durch die vielen Rundungen unpraktikabel und durch einen GfK-Neuling (lese ich bei Dir so raus) nicht machbar. Selbst ich habe darauf verzichtet. Wichtig ist bei der Gewebetränkung so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Gewebe sollte nur durchnässt sein, keine Luftblasen aufweisen und Harz sollte keine Seen bilden.
Das Gewebe (ganz wichtig! mit Epoxydharz aufgebracht, Topfzeit so lange wie möglich (sonst wirst Du verzweifeln mit dem Hartwerden der Auftragerollen)) dient ausschließlich der Entkopplung der eventuell mit Osmose befallenen Polyester-Harz-Aufbauten und der späteren Lackschicht. Die dauerhafte Herstellung einer "gesunden Farbschicht" ist nach Rückfrage von mir bei Fachleuten aus dem Modellflugsektor, welche auch Jachtbereiche und Großflugbau beliefern, nur so möglich.
Es gibt hier im Forum aber natürlich auch andere Meinungen und Vorgehensweisen dazu... :mrgreen:
Grüße
Tilo

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Miguel
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Ok, ich dachte immer Abreissgewebe, wäre zweilagig und die eine Lage bleibt drauf um den Verbund zur nächsten oder zum Lack herzustellen, wenn man nicht nass in nass arbeitet.
Ich benötige halt genau das, eine intakte Schicht, die die alten Fehlstellen überbrückt und flächig den neuen Lack trägt.
Gibts auch dünner als 100g/qm?
Welche Gewebeart? Da gibts doch bei Glasfaser noch Unterschiede in der Art wie die fasern liegen.
Skandinavienreisender ETC 585
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Skandinavienreisender ETC 585 »

Miguel hat geschrieben: 19.06.2021, 16:57 Ok, ich dachte immer Abreissgewebe, wäre zweilagig und die eine Lage bleibt drauf um den Verbund zur nächsten oder zum Lack herzustellen, wenn man nicht nass in nass arbeitet.
falsch
Miguel hat geschrieben: 19.06.2021, 16:57 Ich benötige halt genau das, eine intakte Schicht, die die alten Fehlstellen überbrückt und flächig den neuen Lack trägt.
Gibts auch dünner als 100g/qm?
Welche Gewebeart? Da gibts doch bei Glasfaser noch Unterschiede in der Art wie die fasern liegen.
...nimm das: https://shop.hp-textiles.com/shop/de/10 ... 100ef.html
das lässt sich an geometrische Konturen "einigermaßen" drappieren durch die Köper-Webung. Ist das leichteste, was Du in Köper bekommst. Leinengewebe lässt sich nicht auf Rundungen verarbeiten, Finger weg davon. Wichtig ist auch noch die Tränkung des Gewebe bei der Herstellung mit "Finish"-Schlichte, "Silan" tränkt deutlich schlechter.
Kannst ja noch nach leichterem Gewebe suchen, das wird m.E. nicht verfügbar/herstellbar sein. Ansonsten lass es mich bitte mal wissen :wink:

hier noch Gewebe, deutlich teurer und Gewichtsvorteil (naja) vernachlässigbar:
https://shop1.r-g.de/art/190110
https://shop1.r-g.de/art/190110-TW
oder das 105er, deutlich teurer:
https://shop1.r-g.de/art/190113
Grüße
Tilo

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Skandinavienreisender ETC 585
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Skandinavienreisender ETC 585 »

...habe gerade gesehen, das der erste Link https://shop1.r-g.de/art/190110 Leinengewebe ist. Kannst Du also leider vergessen. Ist zwar dicht gewoben, aber nicht drapierfähig...
Grüße
Tilo

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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Bin gerade wieder so begeistert von meinem neusten Werkzeug, ein Schlagschrauber mit Hammer Antrieb. Dadurch dass man die Drehung direkt mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf der Schraube verbindet, lösen sich Schrauben, die aus meiner jahrelangen Erfahrung zu 100% verloren gewesen wären. Wenn natürlich nichts mehr vom Kopf übrig ist, nutzt das auch nichts aber die Lösequote ist erheblich besser als bei allen anderen Methoden die ich kenne.

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und solche Schrauben gehen damit noch in einem Stück raus:
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Miguel
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Ich hab jetzt 6qm hiervon bestellt mit dem passenden Harz.
https://shop.hp-textiles.com/shop/de/16 ... 163ef.html
https://shop.hp-textiles.com/shop/de/me ... e45kl.html
Das Harz hat zwar eine kürzere Topfzeit (45min) als das langsame Laminierharz mit 110min, ist dafür mit der höheren Klebeleistung besser für meine Aufgabe geeignet als das reine Laminierharz, so jedenfalls die Beratung von HP. Ich werde wohl kleinere Abschnitte laminieren.

Da bin ich mal gespannt wie das so wird, vor allem, weil das Dach auch dem Pan bleiben muss und das Hubdach auf dem Dach.
Das Hubdach ist übrigens erheblich besser als das Dach selbst, da gibt es keine Fehlstellen in Gelcoat, das würde ich jetzt echt nur streichen.
Macht es eigentlich Sinn, trocken Abschnitte an Gewebe vorzubereiten und dann erst das Harz aufzubringen und die Matte einzulaminieren? Wie groß macht man solche Abschnitte?
Skandinavienreisender ETC 585
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Skandinavienreisender ETC 585 »

Moin,
geh mal nicht davon aus, dass Du das Gewebe bist auf den cm genau zuschneiden kannst. :mrgreen:
Tipps:
Klebe Dir deinen Alublechbereich großflächig mit Malerfolie ein, man kleckert und tropft gerne
Löse, da Du ja mit montierten Dach laminieren möchtest, auf jeden Fall den Stoff vom unteren Dachbereich und binde ihn weg. Sonst saugt der sich voll und Du kannst den danach gleich wegschmeißen
Mach Dir nur Kleinmengen an Laminierharz fertig. Bei den momentanen Temperaturen kannst Du mit etwa der Hälfte der angegebenen Zeit zum Verarbeiten rechnen
Schneide Dir die Bahnen in Längsrichtung zu und lege sie am Dachausschnitt beginnend an. Dann benötigst Du nur noch einen Lappen vorn und hinten als Rest zwischen den Bahnen. War bei mir am Triton so angebracht, muss halt schauen, was bei Dir am Besten passt
Nimm keine Pinsel, sondern Rollen. Davon besorge Dir im Vorfeld einige mehr als Du meinst. Die quellen nach ca. 30 Minuten auf und Du musst dann wechseln
Zum Auflegen eine 2. Person bitten, allein sehr schlecht zu machen, Gewebe wird sonst wegrutschen
Wenn das Hubdach noch in Ordnung ist, wird streichen sicher reichen. Vorher entsprechend vorbereiten (schleifen, reinigen, entfetten)
Bei weiteren Unklarheiten her mit den Fragen...
Grüße
Tilo

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Miguel
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Rollen hab ich reichlich mit in den warenkorb geworfen, ich schau mal im Trockenlauf wie das Gewebe sich legen lässt. Hubdachstoff unten ist einfach hinter der Alukante geklemmt, oder?
Ich werde versuchen, den Rest des Wagens so abzukleben, dass das Dach auch weiterhin Schrauben braucht und nicht mit Epoxidharz angeklebt ist. 8)
Skandinavienreisender ETC 585
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Skandinavienreisender ETC 585 »

Miguel hat geschrieben: 21.06.2021, 18:26 Hubdachstoff unten ist einfach hinter der Alukante geklemmt, oder?
Ja, ist mit einer U-Schiene geklemmt, verschraubt unter der montierten Ku-Kederleiste innen. War jedenfalls bei mir so...
Grüße
Tilo

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Skandinavienreisender ETC 585
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Skandinavienreisender ETC 585 »

sorry für OT.
Wolli1970, Du hast 'ne PN...
Grüße
Tilo

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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von trolloholic »

Miguel hat geschrieben: 18.06.2021, 21:57 neuen Gaskasten gebaut, der vielleicht noch 1kg wiegt und nicht mehr 10 wie der vorherige.
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Moin Miguel

Warum hast Du den Gaskasten so gebaut, dass er über das Deichselrohr eintaucht?
Und wurde der Flaschenkäfig auch modifiziert?

Gruß
trolloholic
Immer wenn unser Troll rumzickt, kommt mir C. Bukowski in den Sinn:
"Find what you love and let it kill you."
Miguel
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Jupp, das ist alles angepasst, die Konstruktion der Vorbesitzer war durch und durch Murks. Die Flasche hat einen Rahmen auf der Deichsel und wird mit spanngurten fixiert. Der Kasten ist nur am Aufbau fest und lässt der Deichsel Freiraum zum Schwingen. Auch das war vorher falsch und dadurch hat sich der alte Kasten in die Bleche eingearbeitet.
Dass der Kasten so tief ist hat natürlich aerodynamische Gründe :PM:
Miguel
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Re: 1973 PAN rolling restauration

Beitrag von Miguel »

Gestern beim Schleifen des Daches gesehen, dass nicht 2 sondern 3 nachträgliche lackschichten gab. Ich schätze mal der sehr dünne Gelcoat ist schon in den 70er irgendjemandem mal unangenehm aufgefallen. Wird nach 50 Jahren echt Zeit für eine schöne neue Lage Epoxilaminat. Das Hubdach mach ich auch mit, lustigerweise ist das noch nie nachgemalt worden, da ist das Gelcoat wohl besser gemacht.
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