12V Stromversorgung

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SaRue
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12V Stromversorgung

Beitrag von SaRue »

Hallo zusammen,

ich habe schon ein bisschen Nachgeschaut aber nichts passendes zu meiner Frage gefunden.

Ich habe einen Touring Triton Bj: 1990 und möchte gerne meine 12V Versorgung optimieren. Aktuell läuft bei mir nur der Wasserhahn über zwei 6V Batterien. Ich möchte gerne auch die Beleuchtung über Batterie betreiben, das funktioniert aktuell nur wenn das Fhzg. Vorgeschossen ist. Da ich nicht immer Lust habe Batterien zu tauschen würde ich gerne auf eine feste umbauen die währen der Fahrt und über normal 230V geladen wird. Hat jemand so ein Projekt zufällig in letzter Zeit gehabt und könnte mir vielleicht Bilder oder Tipps dazu geben ? Mir würde es reichen wenn ich mal 1-2 Nächte stehen kann ohne 230V. Es würden dann nur die Beleuchtung und Wasserhahn betrieben.

Mein Fhzg. Besitzt Ladestrom und Dauer Plus.

Vielen Dank :thumbs:
Feger ETC 421
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von Feger ETC 421 »

SaRue hat geschrieben: 21.07.2021, 18:52 Mir würde es reichen wenn ich mal 1-2 Nächte stehen kann ohne 230V. Es würden dann nur die Beleuchtung und Wasserhahn betrieben.

Mein Fhzg. Besitzt Ladestrom und Dauer Plus.
Dann lass den Wohni im Auto eingesteckt und gut. Nur Beleuchtung und Wapu macht die Starterbatterie locker mit.

Gruß, der Feger
Neuerdings ohne Navi unterwegs
neja
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von neja »

SaRue hat geschrieben: 21.07.2021, 18:52 Hallo zusammen,

ich habe schon ein bisschen Nachgeschaut aber nichts passendes zu meiner Frage gefunden.

Ich habe einen Touring Triton Bj: 1990 und möchte gerne meine 12V Versorgung optimieren. Aktuell läuft bei mir nur der Wasserhahn über zwei 6V Batterien. Ich möchte gerne auch die Beleuchtung über Batterie betreiben, das funktioniert aktuell nur wenn das Fhzg. Vorgeschossen ist. Da ich nicht immer Lust habe Batterien zu tauschen würde ich gerne auf eine feste umbauen die währen der Fahrt und über normal 230V geladen wird. Hat jemand so ein Projekt zufällig in letzter Zeit gehabt und könnte mir vielleicht Bilder oder Tipps dazu geben ? Mir würde es reichen wenn ich mal 1-2 Nächte stehen kann ohne 230V. Es würden dann nur die Beleuchtung und Wasserhahn betrieben.

Mein Fhzg. Besitzt Ladestrom und Dauer Plus.

Vielen Dank :thumbs:
Das "Projekt" ist hier im Forum keine Seltenheit. Schau mal unter "autark" nach.

Es kommt lediglich drauf an, welchen Aufwand du treiben willst.

Im einfachsten Fall, lässt du halt die Beleuchtung über das Auto erfolgen, wie es schon vorher geschrieben wurde.

Du kannst aber durchaus auch das "volle Programm" machen, da dein Auto ja Lade- und Dauerplus hat.
Als zentrales Gerät wäre dazu ein Schaudt CSV 409 geeignet, welches sowohl, 12V-Verteilung, als auch Anschlüsse für Ladeplus, Dauerplus, Kühlschrank und eine Wohnwagenbatterie hat.
Damit läuft dann alles automatisch, sowohl die Batterieladung während der Fahrt, als auch bei 230V-Anschluss.

Wirklich notwendig ist das für maximal 2 Tage (LED-)Beleuchtung umd Pumpeneinsatz aber nicht....
GT230/Puck L
toptouri
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von toptouri »

Oder der mittelweg
Batterie innen, Kabel durch den Boden nach draußen und an der AHK einstecken
Vorteil: relativ wenig aufwand
Nachteil: umstecken nicht vergessen beim losfahren

Gruß Raphael
Unterwegs mit:
Hymer Eriba Touring 430 "60 Edition"
SaRue
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von SaRue »

Das mit dem Schaudt CSV 409 habe ich mir auch schon angeschaut, ist mir aber ehrlich gesagt ein wenig zu viel Aufwand. Gibt es von Schaudt auch eine Steuereinheit nur für 12V ? Hab dazu leider nichts gefunden.

Gruß Sandro
neja
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von neja »

"Eine "Steuereinheit" brauchst du nicht....
Nimm eine kleinere 12V-Bleibatterie (Motorrad-AGM mit z.B. 12Ah, ca 60€) und ein günstiges, vollautomatisches Ladegerät für 230V-Anschluss (ca 60€).
Den Anschluss zum Dauerplus deines Autos kannst du trennen.

Die Batterie schließt du, über eine entsprechende Sicherung, an den Stromkreis der Innenbeleuchtung und an die Pumpe an.
Das Ladegerät wird ebenfalls (über die Sicherung) an die Batterie angeschlossen.
Wenn du LED-Innenbeleuchtung hast, was bei autark ohnehin immer angestrebt/nachgerüstet werden sollte, reicht eine Batterieladung locker für 2 Tage.

Solange du 230V zur Verfügung hast, kannst du damit auch dauercampen....und die Batterie wird nebenbei geladen.
GT230/Puck L
SaRue
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von SaRue »

Danke für den Tipp. Ich denke das wird für mich die Sinnvollste Lösung sein.

Gruß Sandro
Ulanbator
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Registriert: 26.10.2016, 23:16

Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von Ulanbator »

Hallo, es geht deutlich einfacher ohne die hier häufig vorgeschlagenen Schaudt Elektronik.
Bei unserem Pan Familia 1993 und jetzt beim Triton 1998 hab ich das gemacht.
Die genannten Tourings sollten identisch mit deiner Elektroausstatung sein.
1. Den eingebauten Transformator abklemmen. 230V und 12V ~ AC Ausgang. Alle Kabel sauber isolieren, dann kann der Trafo drinbleiben (Rückbaubarkeit)
2. Neben den Schaltkasten eine 20Ah Motorrad-Gel-Batterie gestellt und die 12V der Batterie an den Ausgang des Brückengleichrichters angeschlossen. Ein bisschen lästig , entweder der Plus den Batterie musste ich direkt an den Draht des Brückengleichrichters löten, da ich keine geeignete Klemme für Kabelschuhe gefunden habe, die vor den Sicherungshaltern zugreifen wäre. Minus kann an die allgemeine Masse mit Kabelschuh gesteckt werden. Die Sicherungen werden über Leiterbahnen direkt auf den Brückengleichrichter verbunden. Man könnte den Gleichrichter auch abzwicken ABER Rückbaubarkeit !
3. Die Lichter wurden zuvor mit 12V Wechelspannung versorgt. Die Kabelschuhe der Lichter habe ich auf noch freie Stecker im Sicherungsfeld der Wasserpumpe mit angesteckt.
4. Um den Vebrauch zu minimieren habe ich die 20W Halogen-Fresser durch LED ersetzt.
5. Ein Ladegerät bei mir Victron (geht aber auch jedes Andere) parallel zur Batterie angeklemmt.
Fertig! - Batterie 100€ und Victron 70€.
Die ganze Sache liefert saubere 12V Glechspannung. Die Batterie bleibt immer voll geladen, wenn ich an Landstrom hänge, allerdings kann das Auto die Batterie nicht laden.
Die längste Zeit, die wir ohne dass die Batterie leer geworden ist gestanden haben, waren 6 Tage!!! Keine Ahnung wann die Batterie leer wäre?
LED und Pumpe verbrauchen nur minimal.

Gruß Stefan
____________________________
Pan Familia 1993 (Weggang) + Triton BS 1996
17: 21/6200,18: 20/4500,19: 21/4850, 20: 14/2072, 21: 4/340
neja
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Re: 12V Stromversorgung

Beitrag von neja »

Ulanbator hat geschrieben: 26.07.2021, 12:06 Hallo, es geht deutlich einfacher ohne die hier häufig vorgeschlagenen Schaudt Elektronik.
Bei unserem Pan Familia 1993 und jetzt beim Triton 1998 hab ich das gemacht.
Die genannten Tourings sollten identisch mit deiner Elektroausstatung sein.
1. Den eingebauten Transformator abklemmen. 230V und 12V ~ AC Ausgang. Alle Kabel sauber isolieren, dann kann der Trafo drinbleiben (Rückbaubarkeit)
2. Neben den Schaltkasten eine 20Ah Motorrad-Gel-Batterie gestellt und die 12V der Batterie an den Ausgang des Brückengleichrichters angeschlossen. Ein bisschen lästig , entweder der Plus den Batterie musste ich direkt an den Draht des Brückengleichrichters löten, da ich keine geeignete Klemme für Kabelschuhe gefunden habe, die vor den Sicherungshaltern zugreifen wäre. Minus kann an die allgemeine Masse mit Kabelschuh gesteckt werden. Die Sicherungen werden über Leiterbahnen direkt auf den Brückengleichrichter verbunden. Man könnte den Gleichrichter auch abzwicken ABER Rückbaubarkeit !
3. Die Lichter wurden zuvor mit 12V Wechelspannung versorgt. Die Kabelschuhe der Lichter habe ich auf noch freie Stecker im Sicherungsfeld der Wasserpumpe mit angesteckt.
4. Um den Vebrauch zu minimieren habe ich die 20W Halogen-Fresser durch LED ersetzt.
5. Ein Ladegerät bei mir Victron (geht aber auch jedes Andere) parallel zur Batterie angeklemmt.
Fertig! - Batterie 100€ und Victron 70€.
Die ganze Sache liefert saubere 12V Glechspannung. Die Batterie bleibt immer voll geladen, wenn ich an Landstrom hänge, allerdings kann das Auto die Batterie nicht laden.
Die längste Zeit, die wir ohne dass die Batterie leer geworden ist gestanden haben, waren 6 Tage!!! Keine Ahnung wann die Batterie leer wäre?
LED und Pumpe verbrauchen nur minimal.

Gruß Stefan
ich weiß nicht genau, ob der Touring, um den es hier geht, bereits ein Scheiber-Netzteil hat.
Für mich hörte es sich nicht unbedingt danach an, denn ansonsten kann/sollte man die Pumpe nicht ohne weiteres mit einer Batterie verbinden....

Falls doch ein Scheiber-Netzteil (mit eingebautem Trafo) vorhanden ist, gibt es hier im Forum schon genug Beiträge dazu.
Stichwort: Minimal-Autark-Ausstattung.
Der eigentliche Aufwand, Batterie, Umrüstung auf LED, Sicherung plus Ladegerät, ist ohnehin der gleiche.

Ein CSV 409 von Schaudt lohnt eigentlich nur, wenn vorher noch kein Scheiber-Netzteil verbaut war, denn mit dem CSV 409 hat man alle 12V-Anschlussmöglichkeiten, eine kleine 12V-Verteilung, plus Ladegerät plus Ladebooster, um auch während der Fahrt laden zu können, zu einem recht günstigen Preis. Allerdings ist das CSV 409 nicht unbedingt zum 230V-Laden für kleinere Batterien geeignet.

das kleine Victron Ladegerät (ich vermute, du hast den 5A bluesmart IP65 Lader) halte ich auch für sehr geeignet (m.E. der beste 5A Lader), solange es nur um LED-Beleuchtung, Pumpe(n) und eventuell noch einen Lüfter geht.
Mit dem könnte man auch eine kleine LiFe-Batterie laden (die i.d.R. deutlich besser geeignet ist, als eine Bleibatterie) und er wäre eventuell sogar geeignet, die Stromversorgung völlig ohne Batterie aufrecht zu erhalten.
GT230/Puck L
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