Elektromobilität

Touringthemen, .... aber bitte nicht alles ernst nehmen hier!
Orangina ETC 613
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Orangina ETC 613 » 30.12.2019, 13:30

Hallo zusammen,
Das E-Auto kann daher, wenn man es länger besitzt, durchaus zu einem teuren Spaß werden.
Bei Neuwagen mit Verbrennern sinkt der Wert auch dramatisch in den ersten 3-5 Jahren.
https://www.allianz.de/auto/kfz-versich ... lust-auto/
neja hat geschrieben:
30.12.2019, 10:40
das Getriebe kommt von VW selbst...
Na, nicht eher von ZF?

Viel meinen, weil vorne VW/Mercedes/BMW/... draufsteht, wäre alles im Auto von diesen Marken selbst.
Dabei wird dort vieles nur von kompetenteren Zulieferern eingekauft und zusammengeschraubt.
Mit manchen Entwicklungs- & Forschungsergebnissen beweihräuchern sich auch diese Marken,
dabei gar nicht hauseigen erstellt - aber sie zahlen halt gut :mrgreen:

Grüße aus der Zulieferindustrie,

PS: auch ähnliche autonomen Laderoboter, Kehrmaschinen uvm. fahren hier in den Hinterhöfen Berlins oder noch begleitet auf den Straßen nahe der Firmen schon testweise rum - nicht von VW, sondern von vielen kleinen Startups.

neja
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Re: Elektromobilität

Beitrag von neja » 30.12.2019, 14:56

Na, nicht eher von ZF?
Schön wärs...
Ne, VW konstruiert und baut seine sogenannten DSG's selbst und alle Fz-Marken des VW-Konzerns setzen diese ein. Teilweise sogar bei Porsche.
Bei Neuwagen mit Verbrennern sinkt der Wert auch dramatisch in den ersten 3-5 Jahren.
Bis dahin wird es bei Akku-Autos kaum anders sein.
Nach 3-5 Jahren wird man bei jetzt noch aktuellen E-Autos vermutlich bereits ein technologisch stärker gealtertes Fahrzeug besitzen und so etwas kauft man gebraucht m.E. eher weniger.
Dazu kommt bei Akku-Autos die stetige Abnahme der Reichweite.
Dazu gibt es keinen Vergleich bei den Verbrennern, denn auch ein 10 Jahre altes Auto mit Verbrennungsmotor hat diesbezüglich nahezu keine Nachteile im Vergleich zum Neufahrzeug.
Wie sich das auf den Gebrauchtmarkt auswirken wird, wird man sehen.

Für mich persönlich heißt das in jedem Fall:
Das alte Auto mit Verbrennungsmotor solange behalten, wie es geht. Die 6000€ Prämie werden daran nichts ändern und bis dahin wird es vermutlich sowieso keine Subventionen mehr geben.

Zudem bleibt ohnehin kaum etwas anderes übrig, solange ich z.B. noch eine zeitlang mit meinem Touring durch die Gegend fahren will.
auch ähnliche autonomen Laderoboter, Kehrmaschinen uvm. fahren hier in den Hinterhöfen Berlins oder noch begleitet auf den Straßen nahe der Firmen schon testweise rum - nicht von VW, sondern von vielen kleinen Startups
Bei vielen Geräten macht Akkutechnik ja auch auch durchaus (autark oder manuell bedient) Sinn. Jeder größere Bahnhof hatte z.B. schon vor über 50 Jahren E-Karren. Diese wurden aber ganz simpel über längere Zeit geladen, fuhren effektiv nur kurze Strecken am Tag und brauchten zudem keine leistungsfähigen E-Motoren.

Ob Fz mit der derzeitigen Akkutechnik Sinn machen, wenn damit praktisch alles (also auch Langstrecke und z.B. Gespannbetrieb) abgedeckt werden soll, bezweifle ich.
Die Akkus müssten dazu in vielen Fällen nicht nur eine größere Energiedichte aufweisen (also letztendlich leichter, kleiner werden und zu größerer Reichweite führen), sondern sie müssten auch lange mit nur geringfügig eingeschränktem Energiegehalt funktionstüchtig bleiben.
Die Garantie der Hersteller für den Akku sollte dann m.E. spätestens bei einer Reichweitenverringerung von unter 10% einspringen.

Die Akku-"Funktionsdauer" ist bisher aus meiner Sicht öffentlich noch überhaupt kein Thema, obwohl es für den Einzelnen später finanziell eine relativ große Bedeutung haben könnte.
Aktuell diskutiert man eigentlich nur über Reichweite und tut dabei still schweigend so, dass die immer gleich bleiben wird.
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Orangina ETC 613 » 30.12.2019, 16:35

neja hat geschrieben:
30.12.2019, 14:56
VW konstruiert und baut seine sogenannten DSG's selbst und alle Fz-Marken des VW-Konzerns setzen diese ein. Teilweise sogar bei Porsche.
Hmm, scheint wohl mittlerweile so zu sein, oder doch nicht alle??? :wink:
nach dem ihnen Temic (Nürnberg) bezüglich Ansteuerung&Elektronik und
Borg Warner bei den ersten 6-Gang-DSG (Nasskupplung) und LUK bei den trocken-7-Gang-DSG (Trockenkupplung) auf die Sprünge halfen.

ZF beliefert noch Porsche mit DSG (außer wohl beim Macan, die wohl von VW kommen).

Grüße,

neja
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Re: Elektromobilität

Beitrag von neja » 31.12.2019, 10:10

Das ist alles richtig, aber offizieller Hersteller von DSG's ist ausschließlich der VW-Konzern und offenbar hat selbst die Hilfe von Fach-Firmen, zumindest beim Trockenkupplungs-DSG, nicht verhindert, dass das auch nach mittlerweile 10 Jahren nicht ganz ausgereift ist.
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Re: Elektromobilität

Beitrag von road-movie » 02.01.2020, 00:31

Ich finde nejas Argumente über den Gebrauchtpreis bei E-Autos bzgl. Akku und auch Restreichweite gut (auch dass sich die Standardreichweite neuer Modelle eher nach vorne verschiebt)! Vor Jahren dachte ich ja noch, dass man den Twizzy statt Mietakku ein paar Jahre später günstig gebraucht mit billigen Chinesen-Akku-Replacement kaufen kann. Hat sich nicht so ergeben. Wohl aus Patentgründen aber auch weil die Preise doch nicht so gepurzelt sind wie ich damals noch dachte.

Ich bin E-Autos vom Prinzip her positiv aufgeschlossen. Ich denke auch, dass wir in ein paar Jahren eine ganz andere Situation haben (Leistungsfähigkeit, Preis, Ladezeit, regenerative Energien, ...) als ich es mir im Moment vorstellen kann - und dafür eine Anschubfinazierung und Early Adopters für den Aufbau der ersten Infrastrukturphase notwendig sind. Ich glaube auch nicht, dass alle umsteigen müssen. Wahrscheinlich ist ein moderner Kleinwagenbenziner lange CO2 sparsamer als ein Tesla S (rate ich mal als Laie). In Süditalien war ich mit meinem 2er Octavia gefühlt das größte Autos auf den Straßen. Erst am Norditalien gab es die ganzen Mittel- und Oberklasseschlitten. Ob jetzt der Norden glücklicher als der Süden ist bzw. kleinere Pimmel hat, sei dahingestellt.

Am neugierigsten bin ich, wie das mit dem Laden denn dann mal i.d. Praxis funktioniert. Ich kenne keinen E-Auto-Fahrer, aber a.d. Uni kommen auf gefühlte 500 Parkplätze gefühlte 2 Ladestationen.

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Re: Elektromobilität

Beitrag von Ollerzausel » 02.01.2020, 10:30

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Re: Elektromobilität

Beitrag von Orangina ETC 613 » 02.01.2020, 12:37

Ollerzausel hat geschrieben:
02.01.2020, 10:30
Interessante Vorträge zum Thema von Prof. Sinn:
Ja, ja, die "saubere" Atomkraft (wo sind doch gleich unsere Endlager?) :roll: und
der internationale Konsens zum CO2 Handel wird's richten (und morgen kommt der Osterhase) :ALAAF:
Und e-Autos mit Braunkohlestrom (bei "Deutscher Strommix") sind schlechter als Diesel - ach 'ne... was neu!

Ich habe ihn früher durchaus mal was abgewinnen können, aber damit: nö!

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Re: Elektromobilität

Beitrag von Piratentroll » 02.01.2020, 13:17

Moin,

ob nun Strom, Diesel oder Wasserstoff. Jeder der glaubt, mit einer Diskussion über Antriebe das Weltklima retten zu können, geht in die Irre.

Als ich 1965 geboren wurde, gab es 3,3 Milliarden Menschen auf der Welt. Aktuell 7,7 Milliarden und 2030 werden es prognostisch 10,9 Milliarden sein.

In den letzten 70 Jahren gab es in Europa weder einen Krieg noch eine Seuche, die die Bevölkerung wie in den Jahrtausenden zu vor, reduzierte. weltweit gab es -geschichtlich betrachtet- noch nie so wenige Kriege und bewaffnete Konflikte wie jetzt. Die Welt war noch nie so friedlich und gesund. Und das ist auch gut so, nicht dass da Missverständnise entstehen.

Das ist aus meiner Sicht das Problem, dass immer mehr Menschen Ressourcen verbrauchen. Selbst wenn ich es schaffen würde, durch Antriebe und Energiepolitik, 30% Treibhausgase pro Nase einzusparen, sich aber gleichzeitig die Anzahl der Nasen vervielfacht, bleibt das nur Symbolhandeln.

Natürlich sollen und müssen wir uns alle Anstregen und CO2 einsparen, jedes Kilo zählt. Aufzuhalten ist der Klimawandel aber ohne Geburtenkontrolle nicht.

Bildung, Frauenrechte und Wirtschaftswachstum in Schwellenländern genauso wie in "Entwicklungsländern" ist unabdingbar dazu.

Glückauf!
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Re: Elektromobilität

Beitrag von road-movie » 02.01.2020, 20:05

Piratentroll hat geschrieben:
02.01.2020, 13:17
Aufzuhalten ist der Klimawandel aber ohne Geburtenkontrolle nicht.
Das sehe ich nicht so eng. Die größten CO2-Verursacher sind mit USA, Europa und China ja jetzt schon Länder mit Geburtenrückgang.

Außer China kenne ich kein Land, dass eine Geburtenkontrolle eingeführt hat. Für mich ist China ob seiner Durchsetzungsfähigkeit ohne Rücksicht auf Verluste beindruckend - mit seiner Politik aber natürlich auch höchst erschreckend.

Ich dachte, ich hätte mal gelesen, dass für die Erdbevölkerung ein Zenit erwartet wird, kann aber auf Wikipedia nur ein immer weiter schrumpfendes Wachstum finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsentwicklung

Kriege, Seuchen oder Naturkatastrophen sind als Szenario für einen Rückgang der Bevölkerung durch hunderte Millionen oder Milliarden Toter ja gar nicht denkbar.

Wie geschrieben, wird das nur durch Bildung und stabile politische Systeme funktionieren - wenn also die Altervorsorge nicht nur in möglichst vielen Kindern bestehen kann.

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Re: Elektromobilität

Beitrag von Piratentroll » 02.01.2020, 20:34

"Ich dachte, ich hätte mal gelesen, dass für die Erdbevölkerung ein Zenit erwartet wird, kann aber auf Wikipedia nur ein immer weiter schrumpfendes Wachstum finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsentwicklung "

Nicht zu vergessen: ein Sinken der Wachstumsrate ist nicht gleichbedeutend mit einem Sinken der Gesamtbevölkerung.

Sinken der Wachstumsrate bedeutet nur ein weniger starkes Ansteigen der Gesamtbevölkerung.

Und mit Geburtenkontrolle meine ich nicht das chinesische Model der Ein-Kind-Politik. Leider haben die den Begriff für sich reklamiert.
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Roman » 02.01.2020, 20:38

Die wachsende Bevölkerung außerhalb der USA, China, Europas verbraucht ja nicht so wenig CO2, weil das so bescheidene Menschen sind, sondern schlichtweg aus Armut. Man könnte auch sagen: Sie kriegen nicht mehr ab vom Kuchen. Wenn sich das aber ändert, dann wird der Verbrauch nochmals signifikant steigen.

Wie es aussieht, führt kein Weg daran vorbei dem CO2-Verbrauch aus fossilen Brennstoffen zu entsagen. Das ist halt das Gas, was über Millionen von Jahren der Atmosphäre entzogen wurde. Wenn man das jetzt wieder frei lässt, dann dürfte im günstigsten Fall das Klima den Zustand erreichen wie zu der Zeit, als es noch drinne war. Falls nicht andere Wechselwirkungen eintreten. Ich habe schon von Modellen gelesen (oder im Fernsehen gesehen?), die hatten zum Resultat die komplette, vollständige Vereisung der Erde. Also keine Pfütze Ozean mehr eisfrei. Auch nicht so der Bringer.

Ob man das wird verhindern können? Ich habe meine Zweifel. Wird es nicht eher so sein, dass jedes Quäntchen gebundenen Kohlenstoffs, was man irgendwo ausbuddeln oder abpumpen kann, auch ausgebuddelt und abgepumpt wird? Einfach, weil man es kann? Nehmen wir mal die Norweger. Vorbildlich schaffen sie die Verbrennerautos ab, befüllen die E-Autos mit regenerativ gewonnener Energie (weil man das in Norwegen zufällig simpel kann), aber von der Einstellung ihrer Ölförderung habe ich noch nichts gehört.

Aber andererseits: Was bleibt übrig, als es zu versuchen? Nichts tun ist in der Regel keine Option. Ich glaube auch, dass Verzicht nicht die alleinige Lösung sein kann, sondern einen großen Anteil daran wird Technik haben. Schon aus reinem Eigennutz halte ich es für sinnvoll, wenn 'wir', also die Deutschen, die Europäer, im Finden von technischen Lösungen als Taktgeber vorangehen sollten. Vermutlich ist das E-Auto nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber zurzeit eine realisierbare Möglichkeit, CO2-arm bis frei individuell mobil zu sein. Viele Argumente dagegen halte ich nicht für schlüssig. Was spricht dagegen, wenn man Kobalt und Lithium zur Abwechselung unter menschenwürdigen Bedingungen abbaut? Das geht ja mit Kohle sowohl in NRW wie auch in Australien auch. Die Batterieherstellung soll sehr Energie-intensiv sein. Könnte man diese Energie nicht auch aus regenerativen Quellen beziehen?
Achte immer auf den Horizont!

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Re: Elektromobilität

Beitrag von Ollerzausel » 02.01.2020, 21:40

Unterwegs mit Troll 555 und Jeep Commander, beide aus 2006.
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Re: Elektromobilität

Beitrag von neja » 02.01.2020, 22:36

Wenn man wirklich die Umwelt schonen wollte, müsste der Individualverkehr erheblich eingeschränkt werden.
Zudem müssten irgendwelche mobilen Freizeitaktivitäten, wie Motorradfahren, Motorsportbootfahren, aber selbstverständlich auch Caravans und Wohnmobile auf den Prüfstand bzw. stark eingeschränkt werden.
Dass wir in D immer noch eine unlimitierte Vmax haben, ist in dem Zusammenhang kaum verständlich und wozu es E-Pkws mit 500PS geben muss, weiß ich auch nicht.

Wenn ich meine Heimatstadt Kiel so sehe, kann ich keinen ernsthaften Ansatz sehen (Fahrradfahren wird etwas unterstützt, aber das ist keine Lösung für die Masse), den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und damit einen Anreiz zu schaffen, auf den Individualverkehr eher mal zu verzichten:
Eine Fahrt vom nahe gelegenen Dorf bis zum 10km entfernten Stadtkern, hätte mich für 2 Erwachsene und meinen 4-jährigen Enkel (zum Weihnachtsmarkt) hin- und zurück am Sonntag satte 16,60€ gekostet.
Da hört der Spaß einfach auf und man fährt dann doch lieber mit dem einzigen Auto, welches ich ohnehin vorhalten muss, für ca 2,50€ Zusatzkosten.
Nur die Kreuzfahrer/Fähren-Passagiere werden kostenlos durch die Stadt zu einem Einkaufszentrum kutschiert...für die bekanntlich sehr umweltfreundlichen Urlaubs-Schiffe werden mitten in der Stadt sogar neuere Terminals gebaut.

In Schleswig-Holstein gibt es das sogenannte Schleswig-Holstein-Ticket.
Damit kann ich z.B. vom Dorf nach Hamburg (also außerhalb von S.-H.) fahren und dort in der Stadt nahezu jedes öffentliche Verkehrsmittel (inkl. Hafenfähren) benutzen.
Wenn man mit dem Ticket dagegen nach Kiel ( immerhin Landeshaupstadt von S.-H.) fährt, kommt man leider nur genau bis zum DB-Bahnhof. Ab da wird wieder ordentlich abgegriffen und bei den Hafenfähren sogar extra.

Bei solchen Defiziten, die es sicherlich auch in anderen Bereichen gibt, wirkt die Unterstützung der Individual-E-Mobilität auf mich eher weniger sinnvoll (vor allem die mit 500PS...).
Den Ansatz von Augsburg (immerhin 9 Haltestellen im Innenstadtbereich kostenlos) finde ich viel besser und ich wäre auch dafür, sämtliche Prämien für den Kauf von Individual-Fz, egal welcher Technologie, zu streichen und dieses Geld lieber in die Verbesserung des ÖPNV zu stecken.
GT230/Puck L

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Re: Elektromobilität

Beitrag von road-movie » 02.01.2020, 23:05

@Piratentroll: Das mit dem stagnierenden Wachstum habe ich schon verstanden und deswegen auch entsprechend formuliert.
Roman hat geschrieben:
02.01.2020, 20:38
Was spricht dagegen, wenn man Kobalt und Lithium zur Abwechselung unter menschenwürdigen Bedingungen abbaut? Das geht ja mit Kohle sowohl in NRW wie auch in Australien auch.
Ich habe heute im Radio einen Beitrag über Kobaltabbau im Kongo gehört https://www.br.de/radio/bayern2/program ... 95528.html

Demnach wird 80% industriell von internationalen Konzernen nach internationalen Standards abgebaut. Die übrigen 20% sind dann die oft genannten furchtbaren Bedingungen mit Kinderarbeit usw. Der Nachteil des industriellen Abbaus ist die Umweltzerstörung durch den Tagebau.

Die Taubertaler
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Die Taubertaler » 03.01.2020, 09:16

Selbst "nur" 20 % sind 20 % zuviel.
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mit Eriba Triton 1976

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