Elektromobilität

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Norbert ETC 420
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Norbert ETC 420 » 03.01.2020, 10:08

Ich bewege den Troll elektrisch. :oops:
Grüße vom Niederrhein NRW

Gertrud & Norbert ETC420 mit Caddy_Troll unterwegs

Orangina ETC 613
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Orangina ETC 613 » 03.01.2020, 12:56

Die Taubertaler hat geschrieben:
03.01.2020, 09:16
Selbst "nur" 20 % sind 20 % zuviel.
Aha, Minderjährigen Falschaussagen in den Mund legen ist jetzt witzig oder was... :roll:

Und am besten auf einem billigen Smartphone oder Notebook geschrieben, für das der arme Junge auch budeln muss :evil:

Roman
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Roman » 03.01.2020, 14:35

Wenn man solche moralischen Ansprüche hat, kann man seinen Autschlüssel vom Verbrenner gleich abgeben. Kommunikation und Unterhaltungselektronik ist auch nicht mehr. Ja, es stimmt, Tagebergbau, Bergbau überhaupt, verursachen Umweltschäden. Aber was ist mit dem Erdöl, dessen Förderung und Transport? Alle Jahre wieder verwüstet ein Tankerunglück ganze Küstenregionen auf Jahre. Ich erinnere an das abgebrochene Bohrloch im Golf von Mexiko. Wenn man Tanktransporte und Bohrungen ordnungsgemäß versichern müsste, würden vermutlich die Spritpreise zum Mond steigen. Was das wohl kostet, jeden bretonischen Kieselstein vom Öl zu befreien? Verdienstausfällle der Tourismusbrnache, Fischerei, Muscheln, Austernbänke... Dürfte schnell mal den Jahreshaushalt eines Beneluxstaates ausmachen. Von den politischen Verwerfungen durch die Vollfinanzierung diverser feudalistischer Sklavenhalterstaaten mal abgesehen.

Irgendwie finde ich dagegen das Argument der einen oder anderen Kobalt-Mine gegen die Elektrifizierung des Autos an den Haaren herbeigezogen.
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mikegold
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Re: Elektromobilität

Beitrag von mikegold » 03.01.2020, 15:19

Bevor der Sprit an der Zapfsäule ankommt hat er eine dreckige Reise hinter sich gebracht, die selten in Umwelt- und Energiebilanzen auftaucht.
Hauptsache wir fahren emissionsarm.

- Umwelt- und Wirtschaftsschäden bei Tiefseebohrungen und Transport z.B. Exxon Valdez, Deepwater Horizon usw.
- Umweltschäden beim Erschließen von Öl- und Gasquellen
- Schweröleinsatz für den Transport von Rohöl
- Eingriffe in die Umwelt und Gefahren durch Pipelines
- Freisetzen von Radium 226 durch Bohrungen
- Großflächige Umweltzerstörung durch Ölsandabbau in Athabasca, Canada
- von Fracking mal ganz zu schweigen....

Straßenraeuber
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Straßenraeuber » 03.01.2020, 17:55

Wir schaffen das!
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road-movie
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Re: Elektromobilität

Beitrag von road-movie » 03.01.2020, 23:46

Wg. Kobalt: Ich finde es richtig, Missstände anzusprechen. Aber ich habe den Eindruck, dass i.d. modernen deutschen Debattenkultur, daraus oft ein NEIN (bzgl. E-Auto, ...) anstelle eines WIR MÜSSEN ES VERBESSERN wird.

@Strassenräuber: Ich war im Mai in Peking. Die haben gigantisch viele Fahrradwege. Gefühlt fast 30% von gefühlt fast aller Straßen sind Fahrradweg. Meist nicht nur Farbe sondern richtig abgetrennt. Da fahren aber zur überwiegenden Mehrheit E-Roller (Vespa-Style) oder E-Lastenräder. Etwas, was bei uns noch fast völlig fehlt. Echt streßig, wenn man selbst mit dem Rad fährt, ist der (Zweirad-)Gegenverkehr und viele parkende Autos - wäre bei uns bestimmt besser. Es gibt in Peking so gut wie keine Zweiradverbrenner mehr. Ich habe versucht den Grund zu Erfahren (Steuer?, Verbote?, ...) aber anscheinend ist es der Preis. Ein einfacher E-Roller scheint wenige hundert Euro zu kosten.

Vielleicht wird es was mit m.E. Andi Scheurers bester Entscheidung: Zweiräder bis 70km/h mit dem Autoführerschein. Die bisherige 45km/h Beschränkung empfinden viele als zu gefährlich im Autoverkehr.

trolloholic
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Re: Elektromobilität

Beitrag von trolloholic » 04.01.2020, 00:22

road-movie hat geschrieben:
03.01.2020, 23:46
Vielleicht wird es was mit m.E. Andi Scheurers bester Entscheidung
:PM:

die Fachleute sind - wen wundert es bei diesem Minister?- ganz anderer Meinung.
Und auf die Erfahrungen aus dem Nachbarland hört der Verkehrtminister natürlich auch nicht.

Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
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Cucuron
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Cucuron » 04.01.2020, 18:59

Ollerzausel hat geschrieben:
02.01.2020, 10:30
Interessante Vorträge zum Thema von Prof. Sinn:
https://m.youtube.com/watch?v=DKc7vwt-5Ho
https://m.youtube.com/watch?v=rV_0uHP3BDY
Bei uns hat Sinn schon seit Jahrzehnten den Namen Käptn Ahab. Und wenn wir in seinem Sinne weitermachen, gehen wir auch mit dem weissen Wal Kapitalismus unter.
Da liegt nämlich der Hund begraben, in unsrer Wirtschaftsweise immer mehr Güter mit kürzerer Haltbarkeit, für ewiges Wachstum.
Ich fürchte die E Mobilität gehört auch in diese Kategorie.
Wer verkauft einem in 10 Jahren noch enen neuen Akku für das E Mobil zu einem annehmbaren Preis. also weg mit der Karre, eine neue muss her. Recycling? Veilleicht. Das ist doch alles voll bescheuert.
Gutes neues Jahr
Thomas
zieh lieber mit uns fort, sagte der Esel, etwas besseres als den Tod findest Du überall...
(Triton 410, 2017 und Froli Zona Mobil Festbettumbau)

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Re: Elektromobilität

Beitrag von mikegold » 04.01.2020, 19:12

Bei einigen E-Fahrzeugen wird der Akku sowieso geleast und nicht gekauft.....

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Re: Elektromobilität

Beitrag von Roman » 04.01.2020, 19:53

Gibt es eigentlich von Renault irgendeine Art von Vertrag oder wenigstens eine Absichtserklärung, die einen absichert, dass es in, sagen wir mal 10 Jahren, einen neuen Akku zum Leasen gibt für einen heute gekauften Zoe? Oder könnte Renault sagen: Tut uns leid, aber den Akku verleasen wir nicht mehr. Dann steht man da mit Auto ohne Akku.
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Re: Elektromobilität

Beitrag von trolloholic » 04.01.2020, 20:16

@mikegold
mikegold hat geschrieben:
04.01.2020, 19:12
Bei einigen E-Fahrzeugen wird der Akku sowieso geleast und nicht gekauft.....
genau.
Hatte ich hier schon mal geschrieben:
Hat VW mit dem eGolf so gehandhabt.
(bei dem aus unserer Familie jedenfalls)

@Roman
Roman hat geschrieben:
04.01.2020, 19:53
Gibt es eigentlich von Renault irgendeine Art von Vertrag oder wenigstens eine Absichtserklärung, die einen absichert, dass es in, sagen wir mal 10 Jahren, einen neuen Akku zum Leasen gibt
mußt Du aushändeln :wink:
Roman hat geschrieben:
04.01.2020, 19:53
Oder könnte Renault sagen: Tut uns leid, aber den Akku verleasen wir nicht mehr. Dann steht man da mit Auto ohne Akku.
Nacherfüllungsfrist wie immer ziemlich genau der Gewährleistungszeitraum.

anders und nicht gleichzusetzen: E-Teile- Versorgung

früher bei Neukauf „Leistung nach Treu und Glauben“ (also ohne extra Vereinbarung) 12 Jahre.

(Orientierte sich an der veranschlagten Lebenserwartung des Produktes (hier = Verbrenner-Auto))

Kann durch disruptive Technologien/ Entwicklungen auch auf 6 a abschmelzen. who knows ...?

Könnte sein, dass die Entsorgung teuer wird, wenn sonst niemand mehr ein Auto selbst besitzt.

Gruss
trolloholic
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Roman » 04.01.2020, 20:21

Was machen die eigentlich, wenn ich meinen Akku-Leasungvertrag kündige? Dann müssten die doch ihren Akku aus meinem Auto ausbauen?
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Re: Elektromobilität

Beitrag von trolloholic » 04.01.2020, 20:28

Dann hast Du aber einen teuren und schweren Fahrradanhänger :wink:

Keine Ahnung, bei dem mir bekannten Golf lief es umgekehrt. Nach 4 Jahren neuer Akku.
Bei einer Bekannten wurden im smart die Steuergeräte fällig. Da wollte Daimler anteilig Kohle sehen.
(Nach Laufleistung/Alter)
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Re: Elektromobilität

Beitrag von Ollerzausel » 04.01.2020, 20:38

Cucuron hat geschrieben:
04.01.2020, 18:59
Bei uns hat Sinn schon seit Jahrzehnten den Namen Käptn Ahab. Und wenn wir in seinem Sinne weitermachen, gehen wir auch mit dem weissen Wal Kapitalismus unter.
Da liegt nämlich der Hund begraben, in unsrer Wirtschaftsweise immer mehr Güter mit kürzerer Haltbarkeit, für ewiges Wachstum.
So isses. Der Sinn analysiert nur ganz trocken die Fakten, zieht logische Schlüsse und ist deshalb aufschlussreich. Klar werden z.B. alle Fossilien letztlich verfeuert, wenn sie erstmal gefördert sind. Von wem auf dieser Erde ist im Ergebnis egal.
Die Systemfrage stellt der nicht, warum auch, er lebt gut darin. Das überlässt er zu Recht anderen. Und Interesse daran sollte die Masse die Menschheit haben, nicht die sog. Eliten. Die behalten natürlich das gewachsene System, welches ihnen die meisten Vorteile bietet. Und die Massen haben offensichtlich gegenwärtig noch andere Probleme. Deshalb wird die Politik in D daran nichts ändern, auch wenn sie uns teuer zu stehen kommt.
Unterwegs mit Troll 555 und Jeep Commander, beide aus 2006.
"Das Leben ist so kurz, dass man sich nur über die erlesensten Dinge unterrichten sollte." Friedrich II. - Der Alte Fritz (1712-1786)

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Re: Elektromobilität

Beitrag von trolloholic » 04.01.2020, 22:40

Ollerzausel hat geschrieben:
04.01.2020, 20:38
Der Sinn analysiert nur ganz trocken die Fakten, zieht logische Schlüsse

Deshalb wird die Politik in D daran nichts ändern, auch wenn sie uns teuer zu stehen kommt.
sozusagen Sinn-freie Politik :mrgreen:
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