Frühling

Touringthemen, .... aber bitte nicht alles ernst nehmen hier!
yoho
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Re: Frühling

Beitrag von yoho » 17.05.2020, 12:37

Ich bin mit analogen Fotos groß geworden und wir haben auch noch professionell analog fotografiert, als es schon lange Digitalkameras gab.
Inzwischen arbeiten wir nur noch digital, weil erstens mein Verleger keine Dias mehr scannen möchte, zweitens wir hätten anbauen müssen, um weiterhin Diakästen zu stapeln und drittens, weil sich eine RAW-Datei selbst dann noch zu einem guten Digitalbild entwickeln lässt, wenn das jpg traurig aussieht und ein analoges Bild nur noch ein Fall für den Papierkorb wäre.

Ich habe mir erlaubt, mal etwas mit dem lila Gras zu spielen. Man bekommt es mit einfachen Mitteln relativ grün und auch mehr Struktur in die Blüte. Dafür fängt es dann an zu rauschen.
2020_FILM_03_34x.jpg
2020_FILM_03_34.jpg

macgoerk
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Re: Frühling

Beitrag von macgoerk » 17.05.2020, 21:50

Ich habe mich lange gegen die digitale Fotografie gesträubt, erst 2010 umgestellt,
bzw. noch einige Zeit doppelt fotografiert. Ein Gehäuse digital, das andere analog.

Während der analogen Zeit habe ich lange den Kodachrome 64 benutzt.
Kodak war mir allerdings immer zu bläulich oder violett.

Der Fuji Velvia war dann „der“ Diafilm schlechthin, auch in den Arbeiten und Bildbänden
der Naturfotografen war der Velvia ( 100 ASA ) der meistbenutzte Film.
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Re: Frühling

Beitrag von macgoerk » 17.05.2020, 21:56

Frühling in Waterville..

...
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...für yoho... :thumbs:
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Roman
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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 17.05.2020, 22:10

Mein Lieblingsfilm war der ilford hp5. Gepusht in Microphen. Farbe wird überschätzt.
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Re: Frühling

Beitrag von yoho » 17.05.2020, 23:00

macgoerk hat geschrieben:
17.05.2020, 21:56
Frühling in Waterville..
...C8BFB849-9058-43DE-BB92-829DA01B1A7F.jpeg
...für yoho... :thumbs:
Danke! - Eine schöne Flosse. Noch mit den Glubschaugen, die leider nicht besonders zur Erleuchtung beitragen. Ich kann mich an mehrere Situationen im ersten Flossen-Jahr erinnern, bei denen ich in nächtlichen Gewitterschauern oder dichtem Schneetreiben Pause machen musste, bis das Wetter besser wurde.

Zweifahrenlackierung. Sehr hübsch. Steht dem Wagen. Hatte ich auch kurz drüber nachgedacht, bis mich der Lackierer über die Zusatzkosten aufgeklärt hatte.

Der rechte Außenspiegel sitzt allerdings an einer seltsamen Stelle. Dort sieht man nur den Holm des Dreiecksfensters, aber nie den rückwärtigen Verkehr. Der muss oben auf den Kotflügel.

Hephaistos
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Re: Frühling

Beitrag von Hephaistos » 18.05.2020, 16:07

yoho hat geschrieben:
17.05.2020, 12:37
Ich habe mir erlaubt, mal etwas mit dem lila Gras zu spielen. Man bekommt es mit einfachen Mitteln relativ grün und auch mehr Struktur in die Blüte. Dafür fängt es dann an zu rauschen.
Das habe ich erst gar nicht probiert, das Bild war nur als Beispiel für diesen Blaustich bei Unterbelichtung gedacht.
Zudem ist die Blüte auch nicht richtig scharfgestellt, bei richtiger Belichtung und Einstellung kommt das mit dem EKTAR 100 wesentlich knackiger. Dass eine fette Wolke vor der Sonne ist, habe ich leider erst nach dem Auslösen gemerkt.

Diese Farbverschiebungen beim EKTAR 100 sind aber irgendwie auffällig. Die Bilder aus dem Skiurlaub, wo der Schnee teilweise im Schatten und teilweise in der Sonne liegt, sind seltsam. Da kann man den Weißabgleich drehen wie man will, entweder ist der Schatten bläulich oder die sonnigen Stellen rötlich. Bei Schnee fällt das natürlich auch sofort auf. Das Problem hatte ich mit dem FUJI SUPERIA 400 letztes Jahr im Schnee nicht. Dafür macht der EKTAR 100 halt superknackige Farben, wenn alles stimmt.

Für professionelle Anwendungen ist eine Digitalkamera heute natürlich Stand der Technik. Da möchte ich auch keinesfalls widersprechen oder eine Diskussion drüber anfangen. Für meine hobbymäßige Beschäftigung bin ich im Moment mit den analogen Verfahren zufrieden. Vielleicht liegt das auch in der Definition von Hobby: Mit größtmöglichem Aufwand den geringstmöglichen Nutzen erzielen :mrgreen:

Diafilme und deren Entwicklung sind heute ja schon fast unerschwinglicher Luxus geworden. Von früher habe ich irgendwo noch drei Kästen Dias, die muss ich auch mal scannen. Bootsfreizeit vom Landkreis in Holland 1990 , da hatte ich noch keinen Bart, Nilkreuzfaht 1995 und Chinarundreise 1998 mit meiner Mama, der Papa wollte nicht mit.

Die Negative aus meiner Jugend sind leider alle bei diversen Umzügen und Entrümpelungen verloren gegangen.
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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 18.05.2020, 18:55

Der Weißabgleich ist eine zu grobes Instrument, der bügelt quasi über alle Farben weg, du musst an die einzelnen Farben ran:

Bild

Das ist die Interpretation des digitalen Negativs von der Kamera.

Bild

Hier habe ich mal beherzt in die Regler gegriffen. Blau ins Magenta gezogen, Grün ins Gelb und Gelb ins Grün...

All das geht mit dem analogen Negativ auch, die Farben sind da 'richtig' drin, man muss sie nur richtig rausfiltern. Das ist der Job der Fotolaborantin (waren früher meistens Frauen) oder von dem am Scanner. So ein analoges Negativ enthält viel mehr Farb- und Helligkeitsinformationen als ein Dia. Ich fand das Scannen von Farbnegativen extrem schwer, man muss ja auch noch die blöde Orange-Maske wegfiltern.
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Re: Frühling

Beitrag von Hephaistos » 18.05.2020, 19:43

Die Orangemaske beim Farbnegativ muss man heutzutage nicht mehr von Hand ausfiltern, das geht schon automatisch.
Von daher ist das Scannen schon einfacher geworden.

Natürlich kann man mit moderner DBV ganz heftig in die Bildgestaltung eingreifen, aber die Besten waren bisher immer die, wo ich fast nichts machen musste. Da war das feine Negativ gut genug, ein paar Kleinigkeiten und das war in Ordnung...........

Diese besagte feine Negativ mit EKTAR 100 zu erzielen, ist einfach schwieriger und anspruchsvoller als mit dem FUJI SUPERIA 400, den ich bisher meistens verwendet habe. Wenn es mit dem EKTAR geklappt hat, ist das Ergebnis sehr gut, wenn nicht, ist es einfach sehr schlecht. Der FUJI unterscheidet nur zwischen gut und schlecht. Weniger Risiko, aber dafür auch weniger Chancen.............

Der EKTAR 100 hat halt unheimlich viel Farbe, und manchmal scheint das nach hinten loszugehen. Beim EKTAR habe ich öfters mal die Sättigung zurückgedreht, während ich die beim FUJI eher aufgedreht habe.

Na, egal.
Anselm Adams hat gesagt, vier gute Bilder pro Jahr wären eine schöne Ausbeute, also soll man nicht meckern.
Letztes Jahr hatte ich nach meinem persönlichen Ermessen zwei Schöne, also wäre es auch angemessen, wenn dieses Jahr kein schönes Bild entsteht.
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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 18.05.2020, 21:59

Hephaistos hat geschrieben:
18.05.2020, 19:43
Die Orangemaske beim Farbnegativ muss man heutzutage nicht mehr von Hand ausfiltern, das geht schon automatisch.
Von daher ist das Scannen schon einfacher geworden.
...

Diese besagte feine Negativ mit EKTAR 100 zu erzielen, ist einfach schwieriger und anspruchsvoller als ...
Könnte es nicht einfach sein, dass die Scan-Software an der Maske des Ektar 100 scheitert? Diese Automatiken gab es früher auch schon. Mit mehr oder weniger brauchbarem Ergebnis.

Mit Farbfilmen habe ich keine Erfahrungen. Bei Digitalkameras gelten Schwierigkeiten, wie die von dir beschriebenen, als Mangel. Sigma-Kameras mit dem speziellen Foveon-Sensor sollen den gehabt haben. Meine hat leider nur 14 Tage gehalten, ich konnte diesbezüglich keine Erfahrungen machen. Danach hatte ich Vorbehalte gegenüber der Marke.
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Re: Frühling

Beitrag von yoho » 18.05.2020, 23:05

Diafilme und deren Entwicklung sind heute ja schon fast unerschwinglicher Luxus geworden. Von früher habe ich irgendwo noch drei Kästen Dias, die muss ich auch mal scannen.
Bei uns sind es hunderte Kästen. Was so in zwanzig Jahren zusammen kommt, wenn man zu zweit intensiv fotografiert. Plus dem, was die Eltern noch an Dias haben. Die Kästen mit Fotos aus unserer Kindheit habe ich zumindest teilweise schon durch den Scanner gezogen. Das Zeugs wird auch nicht besser; beidseitig verglast und zugeklebt.

Was mich beeindruckt hat, waren Dias in 60x45mm oder in 6x6 cm. Mein Automechaniker hat mal vor Jahren ein Kiste Kameraschrott gekauft und die Dinger wieder repariert. Das Fotografieren damit hatte ihn gar nicht so interessiert. Er hatte Spaß an der Mechanik. Und so durfte ich dann eine Mamiya 645, eine Rolleiflex (die mit den zwei "Augen"), eine Kiev88 und eine 6x6 DDR-Kamera testen, deren Name mir gerade entfallen ist.
Die Mamiya 645 und die Kiev88 haben mir am besten gefallen.

Scannen kann ich die Mittelformate, mangels Hardware, nicht. Die folgenden Bilder sind Scans von Abzügen.
Blaue Stunde.jpg
Aufgenommen am Gardasee. Die Stelle ist nur mit dem Kanu erreichbar.
Himmel mit kleinem Leuchtturm.jpg
Der Leuchtturm von Texel, ein paar Telegrafenmasten, viel Gras, viel Wind und eine lange Verschlusszeit. Ich lag auf dem Bauch im Gras.
Dünengras.jpg
Der Tiefenschärfenbereich des Mittelformats ist geringer als beim Kleinbild. Das fand ich immer besonders reizvoll.
K.jpg
Portraits sollten die Persönlichkeit des Portraitierten widerspiegeln. Gelingt mir selten. Aber hier passte es.
Eisschafe.jpg
Winterschafe auf Texel nach einem Eisregen.

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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 18.05.2020, 23:43

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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 18.05.2020, 23:47

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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 18.05.2020, 23:53

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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 18.05.2020, 23:59

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Bestimmt sieht es bei euch auch so aus.
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Re: Frühling

Beitrag von Roman » 19.05.2020, 00:02

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