Der Seetroll Babette

Restaurierung, Teilebeschaffung, Werkzeug, Materialien
bjoerka
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von bjoerka » 30.08.2018, 21:49

bzgl. aussteifen vor abnehmen des bleches ein eindruck von mir.
das groesste stueck rohr, dass ich getauscht habe, ging von der tuere bis vorne richtung gaskasten. und zwar das unterste am rahmen.
im vergleich zu anderen sicherlich nur ein "kleines" stueck. aber ich habe da auch stabilisierungs-rohre eingepunktet, mit spanngurten gearbeitet um zu verhindern, dass der rahmen springt, wenn ich den bogen unten raustrenne.
und der rahmen ist gesprungen!
aber ohne aussteiffungen wuerde ich bei dir auf keinen fall die bleche runter nehmen...

Gello
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Gello » 23.07.2019, 20:06

Moin moin,
Und MEA CULPA.
Ich habe das Ganze unterschätzt. Aber nach diversen Fehlschlägen und ausprobieren geht es nun voran.

1. Ich dachte auf Vierkantrohr umzusteigen ist schlau!
-ist es aus meiner Sicht und mit meinen Möglichkeiten nicht. Profile zu biegen macht sich aus meiner Sicht deutlich schwieriger.

2. Zeitbedarf
-bin jetzt seit anderthalb Wochen dabei Rohre auszutauschen, vorher vermessen, ausschneiden, biegen, anpassen, messen und dann mit nur zwei bzw. manchmal vier Händen zurecht rücken und einschweißen ist nicht leicht. Ich wiederhole mich hier nur und stimme meinen Vorrednern zu: alles ein wenig leichtsinnig. In dem Zustand muss es wohl Sturheit sein
-nicht zu vergessen Recherche, Besorgung von Material, dabei abweichen von eigenen Plänen, umplanen, und ganz neue Wege fegen.

3. Was will man eigentlich?
-nach natürlich relativ viel Zeit steigt man auch weiter in das Thema ein. Ich habe immer noch vor Auge wie das ganze einmal aussehen soll. Dann sehe ich mich auch die nächsten 30 Jahre, hoffentlich, Urlaub machen. Aber ich verstehe, dass es genügend Leute gibt, die Originalität bevorzugen. Ich persönlich möchte das Äußere erhalten, die Inneneinrichtung beibehalten aber in ein paar Punkten vom 70er Design abweichen und es innen etwas moderner gestalten.

4. Das was ich wollte habe ich auch bekommen. Ich wollte neue Sachen lernen😂, das habe ich. Bin aber immer noch nicht wirklich aus dem Haus, betrachtet man den Gesamtweg.

5. Und selbst mit dem Rahmen sind erst 70% erledigt.

@bjoerka haben deinen Tipp beherzigt sonst wäre wohl alles schief 👍

Tja, habe mich aber an vielen Tipps hier im Thread und im Forum entlang gearbeitet. Dafür schon mal vielen Dank.
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poldi07 ETC 576
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von poldi07 ETC 576 » 24.07.2019, 06:02

...das hat wohl schon so mancher unterschätz, aber wenn es dann teilweise zumindest vorwärts und nicht mehr nur rückwärts geht gibt das wieder einen richtigen Motivationsschub. Ich wünsch Dir noch viiiieeeel Durchhaltevermögen :thumbs:
Wenn die Kiste dann fertig am Haken hängt bekommst Du das Dauergrinsen nicht mehr aus dem Gesicht :mrgreen:
Grüsse Poldi07

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Gello
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Gello » 07.02.2020, 22:40

Moin,

In den letzten Tagen hatte ich ein bißchen Zeit und hab die letzten Schweiß Arbeiten erledigt.
Bei ein bis zwei rohren bin ich mir noch nicht sicher, vielleicht tausche ich die auch noch. Aber ich bin eigentlich ganz gut zufrieden.
Mein TÜV-Mann war da und ich hab mit ihm die Auflastung besprochen. Ist noch vom alten Schlag und hat sich wie gesagt die Sache vor Ort angeschaut und ich hab auf seinen Rat noch ein paar Verstärkungen eingeschweißt und das reicht ihm wohl. In der Theorie hat Babette ja auch noch TÜV bis zum Herbst . Er wird dann zur HU alles eintragen. Da bin ich schon mal happy wenn das alles so klappt. :roll:

An den nächsten Wochenenden steht dann schleifen und streichen auf dem Programm. :D
Der Käfig wird, nach den Tipps hier im forum, mit brantho 3 in1 gemacht.Der Boden mit drei lagen und der Rest wahrscheinlich auch.
Danach soll der Käfig mit Mike sanders von innen versiegelt werden. Ich hab mir jetzt ne Sonde besorgt mit 6mm Durchmesser und zwei ersatzdüsen. Den druckbecher bringt ein Freund mit. Bin mir nur nicht sicher wie groß die Löcher werden dürfen? Aber da heißt es im Notfall ausprobieren. Habt ihr alle rohre gemacht also auch im Dachbereich?

Davor oder direkt danach will ich den Boden machen. Im Moment tendiere ich zu Siebdruck Platte 4mm mit sika 221 auf den Rahmen geklebt. Dabei die Platte bis 5mm an die Außenhaut. Weiß aber ehrlich gesagt noch nicht genau warum. Dann styrodur 20mm mit sikabond 54 vollflächig verkleben und darüber ebenfalls mit sikabond birke multiplex 6mm. Die Kanten der Platten möchte ich mit Klarlack versiegeln. Das styrodur dann auch mit sika 221 oder 291 da weiß ich es auch noch nicht genau.

Das Dach werde ich wohl. Mit nem befreundeten Bootsbau er zusammen machen. Aber da der grobe Plan:
-gelcoat runter
-Löcher die nicht da sein sollten verspachteln
-laminieren mit Gewebe ca. 180g
-danach lackieren zusammen mit dem Blech (wenn es denn soweit ist)

Aber jetzt erst mal eins nach dem anderen. Ich hoffe ich habe dieses Jahr ein bißchen mehr Zeit.

An den Schildern hab ich mich schon mal versucht, aber das ist bei schleifen der Schrift in die Hose gegangen. Da werde ich nochmal weiter probieren. Vielleicht mit dremel und schleifvlies.

Tipps und Meinungen immer gerne man wird ja nicht dümmer :mrgreen:
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Gello
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Gello » 08.02.2020, 19:09

Heute mal angefangen zu Schleifen und der Boden ist schon fertig, bis auf ein paar Stellen an die man schlecht rankommt.
Ich habe hauptsächlich Fächerscheiben benutzt und ne Topfbürste. Für die Rohre hab ich mir einen Bandschleifaufsatz für die Flex besorgt, da sind wir heute noch nicht so weit gekommen. Aber immerhin es geht jetzt voran und vor allem es macht Spaß :D
Bin mir aber immer noch unsicher mit der Hohlraumvesiegelung. Die Empfehlung vom Korrosionsschutzdepot ist erst Fluid Film und dann nach nem halben Jahr Mike Sanders. Fluid Film für oben rum find ich im Prinzip auch gut, macht es wahrscheinlich einfacher aber irgendwie tendiere ich trotzdem zu Mike Sanders.
Ich kann ja auch lediglich unten nochmal nachlegen, oben ist es doch nahezu unmöglich an den Rahmen zu kommen wenn wieder alles zusammen gebaut ist?
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simon15zolltriton
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von simon15zolltriton » 10.02.2020, 22:35

Respekt. Zur Restauration vom Dach, schau Mal zum letzten Beitrag von meiner Dach Lackierung.
Bandschleifer für die flex, klingt interessant.
Grüße Simon
Triton M von 1975, irgendwann auf Triton BST umgebaut. Aktuell als Triton BS mit Etagenbett das rollende Hotel einer 6-köpfigen Familie.
2018 - 1 Nacht
2019 - 53 Nächte
2020 - 4 Nächte

Carlos2015
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Carlos2015 » 11.02.2020, 13:12

Hallo Gello,

zunächst mal: Respekt für Dein Durchhaltevermögen:-) Das sieht alles schon sehr erfolgversprechend aus.
Du hattest um Tips und Meinungen gebeten. Zu den anstehenden Versiegelungsarbeiten kann ich ein paar Erfahrungen weitergeben.
Gello hat geschrieben:
07.02.2020, 22:40
Moin,


Danach soll der Käfig mit Mike sanders von innen versiegelt werden. Ich hab mir jetzt ne Sonde besorgt mit 6mm Durchmesser und zwei ersatzdüsen. Den druckbecher bringt ein Freund mit. Bin mir nur nicht sicher wie groß die Löcher werden dürfen? Aber da heißt es im Notfall ausprobieren. Habt ihr alle rohre gemacht also auch im Dachbereich?

Tipps und Meinungen immer gerne man wird ja nicht dümmer :mrgreen:
Ich hatte damals unseren 83er Triton mit Fluidfilm in den Rohren versiegelt.
Dazu hatte ich die erhältlichen Spraydosen inkl. des Hohlraumsondenrundstrahlschlauches (was für ein Wort...) verwendet.
Ansonsten bin ich ja der absolute Mike Sanders Fließfettverfechter und hatte, obwohl das gesamt MS Equipment vorhanden ist, in diesem Fall davon Abstand genommen.

Das MS Fließfett besitzt seine Langzeitwirkung ja dadurch, dass es einmal eingetragen immer wieder durch Erwärmung nachfließt. Im KFZ-Bereich hat man üblicherweise Wasserablauflöcher in den Karosseriehohlräumen, durch die verflüssigtes Fett austreten kann, außerdem sind die Hohlräume maßlich doch anders dimensioniert als die Röhrchen in dem Touring Gitterrohrrahmen...
Die Frage die sich mir stellte war also: wie komme ich vernünftig in die Rohre, damit ich die Innenflächen gleichmäßig beschichtet bekomme und wohin fließt das Fett später ab?
Für eine übliche Hohlraumrundstrahlsonde müßte man je nach Größe Löcher zwischen 8 und 10 mm bohren. Dennoch besteht ja das Problem, das der Schlauch der Sonde bei so kleinen Rohren ziemlich stark geknickt werden muß und sich verhaken kann. Am Ende des Schlauches befindet sich eine starre Rundstrahldüse aus Metall. Alternativ könnte man also eine Hakensonde verwenden, das Loch kleiner (6 mm) in der Mitte eines Rohres bohren und z.B. einmal nach oben und einmal nach unten bzw. nach links und nach rechts spritzen. Ein gleichmäßige Beschichtung mit dem Fett wäre also nur eingeschränkt möglich.
Später würde sich im Laufe der Nutzung womöglich zentimenterhoch in den senkrechten Rohren sammeln und das Abfließen von Kondenswasser verhindern.

Tatsächlich reicht aus meiner Sicht schon eine relativ dünne Beschichtung der Rohre innen aus. Der Hauptknackpunkt bei der Konstruktion sind die Bereiche um die Schweißnähte?, Fenster und der Bodenbereich.
Die Nylonsonden für die Fluidfilmspraydosen sind 5mm in Durchmesser und haben am Ende kein Metallteil, welches erst mal etwas risky um die Ecke muß. Mit den zusätzlichen feinen Röhrchen für den Sprühkopf kann man zur Not auch mal durch ein werkseitiges Schraubloch. Außerdem läuft Fluidfilm direkt bei der Applikation nach, ohne dass es zusätzlich erwärmt werden muß. Das Fett erstarrt doch schon ziemlich schnell auf dem Metall.

Die "großen" Rohre am Rahmen kann man natürlich leicht mit dem Fließfett behandeln, aber die rosten i.d.R. auch nicht so schnell durch...


Und wegen dem Dach würde ich nach dem Abschleifen und Reparieren mit Gewebematte vor dem Lackieren ein Topcoat auftragen und schleifen, sonst hast Du Probleme mit der Haftvermittlung beim Lackieren.

LG. + viel Erfolg
Andreas

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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Gello » 11.02.2020, 16:36

Besten Dank für die Tipps.

Zu Fluid film:
Ja das ist auch genau das was ich mir dazu überlegt habe. Ich denk auf dem ganzen noch ein bißchen drauf rum aber ich denke das es wohl so werden wird. Also oben rum Fluid film und unten rum Mike sanders.

Zum Dach:
Für mich ist da quasi noch alles offen. Will mir nur sicher sein das es wirklich dicht ist. Sonst ist der ganze Aufwand jetzt ja quasi umsonst.
Ich werd meinem Kollegen bei nächster Gelegenheit das Dach einmal genau zeigen und dann schauen was der meint.

Aber durch den Sturm wurde ich auch ein bißchen gebremst und denke das ich vielleicht nächstes Wochenende den Rahmen lackiere.

Gello
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Gello » 15.02.2020, 11:38

So in der Theorie hab ich jetzt alles geschweißt und geschliffen.

Die Befestigungen der, ich nenne sie mal, Fensterschließer Halter sind wieder dran und der Bug ist auch wieder vorbereitet für den Gaskasten.

Allerdings befürchte ich das mir nachher doch noch das ein oder andere auffällt das fehlt.

Als nächstes kommt noch ne runde Fertan drauf und dann Brantho.
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Gello
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Re: Der Seetroll Babette

Beitrag von Gello » 15.02.2020, 11:45

Noch ein paar Fotos
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