auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Touringthemen, .... aber bitte nicht alles ernst nehmen hier!
Antworten
trolloholic
Beiträge: 2868
Registriert: 06.10.2012, 07:08

auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von trolloholic » 27.01.2019, 08:15

es wird ungemütlich.
in den Medien ...
auf den Strassen ....

Vorhang auf!

Vorschlag vom Schnauferl-Club: kein-h-kennzeichen-mehr-fuer-youngtimer

trolloholic

PS: der Club-Name ist herrlich.
Allerdings:
Wenn der Club so elitär auftritt,
besteht die Möglichkeit,
dass - wie in den 90ern mit der FDP - einige not-amused youngtimer-fans nicht nur in die
Oldtimer-Clubs eintreten, sondern diese übernehmen.
Spannend!
Immer wenn unser Troll rumzickt, kommt mir C. Bukowski in den Sinn:
"Find what you love and let it kill you."

trolloholic
Beiträge: 2868
Registriert: 06.10.2012, 07:08

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von trolloholic » 27.01.2019, 11:26

es wird besonders lustig,
wenn Leute aus der zweiten Reihe die Chef-Etage zur Richtigstellung zwingen...

"hg_schweigert heute, 09:53 Uhr
42. Richtigstellung
Der Beitrag von Herrn Körper stellt in keiner Weise die Meinung des ASC Deutschland dar. Es ist seine persönliche Meinung, die nicht vom ASC Deutschland autorisiert ist. Dr. Hans-Gert Schweigert Vice-Präsident ASC Deutschland"

wir schaffen viele Krisen, aber ich denke die Youngtimer-Bedrohung ist eine echte, nie dagewesene Katastrophe.

:ALAAF:
Immer wenn unser Troll rumzickt, kommt mir C. Bukowski in den Sinn:
"Find what you love and let it kill you."

yoho
Beiträge: 1039
Registriert: 16.09.2008, 21:49

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von yoho » 27.01.2019, 16:10

auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer
Das ist die eine Seite. Die andere sind deren Besitzer. Die werden nicht mit Mitte fünfzig und den Taschen voller Geld plötzlich zu Oldtimer-Fans. So eine Leidenschaft hat üblicherweise eine lange Vorgeschichte. Und die beginnt halt manchmal schon mit dem Führerschein, einem schmalen Lehrlingsgehalt und dazu passenden Autos, die für kleine Kasse zu haben und zu unterhalten sind.
Im vergangenen Jahr stand monatelang in der Garage unserer Nachbarin ein Audi. Erst bei einer Unterhaltung mit ihr erfuhr ich, dass er ihrem neunzehnjährigen Enkel gehört. Mechatroniker-Lehrling bei Audi. Es handelte sich bei dem Wagen um einen Youngtimer und Aspiranten für das H-Kennzeichen, was mir völlig entgangen war. Für mich sehen die Kisten irgendwie alle gleich aus. Zumindest von hinten in einer schummrigen Garage.
Aber sein Herz hängt daran. Er hat das für eine H-Zulassung zu neumodische Tieferlegungs-Set inklusive der flachen und sehr breiten Schlappen demontiert, gegen die Originalbereifung, Original-Stoßdämpfer und Original-Räder ausgetauscht und eines Tages schraubte er, stolz wie Oskar, ein H-Kennzeichen ans Wagenheck.
Am nächsten Wochenende durfte Oma dann endlich wieder in ihrer Garage parken.

moparium
Beiträge: 184
Registriert: 17.01.2015, 22:06
Wohnort: Vorderpfalz

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von moparium » 27.01.2019, 23:39

Ja, dieser Vorstoß wurde schon in den letzten Wochen mehrfach diskutiert. Für mich ist es ein wunderbares Beispiel für das undifferenzierte Denken, das in unserem Land zunehmend Einzug hält. In Anbetracht der Tatsache, dass mein jüngster Oldie Jahrgang 89 ist, könnte ich sagen "Glück gehabt". Aber wie der Titel des Threads von Trolloholic schon so treffend sagt, war jeder Oldtimer auch mal Youngtimer. Und wie es auch Yoho so passend beschreibt, kommt es auch immer auf den Kontext an. Genau das ist der Punkt, warum eine so pauschale Aussage für mich völlig unsinnig ist.
Natürlich besteht die Gefahr, dass die H-Zulassungen nach oben schnellen könnten, wenn man jeden Verbrauchtwagen über 30 in den Genuss des H-Kennzeichens kommen lässt. Aber es gibt schon jetzt Regeln, die - eine konsequente Einhaltung vorausgesetzt- diese Schwemme verhindern könnten.
Da es sich beim H-Kennzeichen um eine Art Hilfe/Subvention handelt, die beim Erhalt klassischerAutos mit kulturhistorischer Bedeutung unterstützen soll, kann man vom Nutzer auch einige Punkte abverlangen. Aktuell ist es ohnehin schon so, dass bei der H-Abnahme jedes Fahrzeug mit einem Zustand schlechter als 3 abzulehnen ist. Wenn man das nur halbwegs streng leben würde, hätten es viele der besagten Autos verdammt schwer, einer Ablehnung ihres Antrags auf ein H-Kennzeihen zu entgehen. Dann könnte man des Weiteren voraussetzen - so tun es zumindest einige Versicherungen - dass man mindestens einen Alltagswagen auf sich angemeldet hat, um ein Fahrzeug mit H-Kennzeichen zuzulassen. Hier ließe sich einigermaßen, wenn auch sicherlich nicht völlig ohne einzelne Härtefälle, die Spreu vom Weizen trennen. Einer, der leidenschaftlich einen Youngtimer pflegt, hat i.d.R. ohnehin noch ein Alltagsauto. Das Sparbrötchen, das allen ein Schnippchen schlagen möchte, verliert dadurch seinen monetören Anreiz.
Den ganzen Kritikern sei gesagt, dass es durchaus ins Geld gehen wird, einen Golf 3 qualitativ dauerhaft oberhalb des Zustands 3 zu halten. Alle die diese Mittel aufzubringen nicht bereit sind, würden das H-Kennzeichen entweder gar nicht erst bekommen oder aber irgendwann verlieren. Zumal im Haushalt noch ein weiteres Fahrzeug gemeldet sein müsste. (Hier würde ich mir mal den intrinsisch motivierten Kontroll-Elan der Behörden wünschen, wie sie ihn beim Stilllegen von Hot Rods derzeit an den Tag legt).
Unter solchen Voraussetzungen wären die Leute mit echter Leidenschaft für ihre Youngtimer relativ schnell unter sich und sollten nicht mit solchen unnötigen und sehr populistischen Statements in Misskredit gebracht werden können.

Warum populistisch? Weil man in der Argumentation des ASC ( wer gibt denen überhaupt eine Stimme, wie es eigentlich nur dem DEUVET zusteht?) genau das findet. Da geht es nicht darum, welchen Einfluss eine gewisse Zunahme des H-Bestandes auf die Umwelt haben könnte oder wie man das in den Griff bekommen kann, sondern um solche leider recht populären Aussagen, wie sie im Text vorkommen. Was soll der arme Euro4 Fahrer denken, wenn dieselbetriebene oder gar V8-betriebene Fahrzeuge (Teufelswerk) in die Innenstädte dürften. Es wird hier auch nicht überlegt, wer von den Young- und Oldtimerfahrern überhaupt in die von Fahrverboten betroffenen Innenstadtbereiche fahren will, sofern kein ach so hübsches Treffen angesetzt ist. Genauso ist es nicht von Relevanz von welchem prozentualen Anteil wir hier reden. Der ist hinsichtlich der Auswirkungen doch verschwindend klein.

Hand aufs Herz. Wer hat wann zuletzt einen sehr gepflegten Wagen vom Schlage eines Golf III oder Opel Kadett E usw... gesehen, der Anrecht auf ein H-Kennzeichen haben könnte? Die Verbrauchtrutschen werden schneller auf dem Schrott stehen, als man es jetzt für möglich hält.

Diese Diskussion in der sich offensichtlich auch manch ein Vertreter des Schnauferl-Clubs mal wichtig machen will, ist für mich aufgrund der oben genannten (und vermutlich auch einiger hier nicht erwähnter) Punkte als klassische Phantom-Diskussion zu entlarven, wie sie in den letzten Jahren gerne vom Zaun gebrochen wird.

Ich kann mir nur wünschen, dass irgendwann mal wieder mehr überlegt wird bevor der Schrei nach weiteren Einschränkungen und Restriktionen laut wird und dass der junge Audi-Fan, von dem Yoho schrieb noch lange Spaß an seinem Auto haben darf.
91er Touring Troll LM

Roki ETC 317
Beiträge: 3767
Registriert: 11.09.2007, 21:38
Wohnort: 41569 Gill

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von Roki ETC 317 » 28.01.2019, 17:37

Und es ist mal wieder alles ein Brei oder Einheitsbrei.
Womit hatten wir angefangen? Mit zuviel CO2, kann das sein? Also ward der Diesel vom Trekker zu einem kultivierten Motor umerzogen. Die ehemaligen Stinker wurden hoffähig. Damit die Benziner nun nicht so beim CO2 Ausstoß so unangenehm auffallen, erhielten sie die recht identische Motortechnik wie die Diesel. Schitt aber auch, jetzt machen die Benziner dasselbe bei der Verbrennung wie die Diesel, nämlich Feinstaub. Man redete drüber aber bald immer leiser werdend. Alle Verbrenner jetzt schon stilllegen, nee, geht nicht. Watt nu? Da wurden die Stickoxide erfunden. Und nun kamen alle Nachhaltigkeitsjakobiner zu Wort, die, die Physik und Chemie zugunsten Philosophie und Ökothrophologie abgewählt hatten. Ideologie geht vor Wissenschaft und Realität. Weiß wer noch wie was wo geregelt ist, in den Vorschriften zur Zulassung für Fahrzeuge? Übrigens sind dort die SUV auch anders definiert als im Volks- und Medienmund. Ist die Frage nach Meßmethoden und Analysenmethoden, Auswertung von Ergebnissen und deren Zuordnung in Aussagen über die Gefährlichkeitsrelevanz nicht zugelassen? Weiß denn überhaupt einer über welche der Stickoxide ( https://de.wikipedia.org/wiki/Stickoxide) wir definitionsgemäß reden, wie sie einer GLP-Probennahme zuzuführen sind, wie zu behandeln? Interessiert offensichtlich alles nicht, Hauptsache die Werte sind zu hoch und überhaupt, wer mit solchen Grundsatzfragen anfängt nimmt billigend den Tod von abertausenden Menschen und ganz besonders Kindern, Schwachen, Alten und Armen in Kauf und schlimmer noch, er stellt die Qualifikation der öffentlichen Institute und Landesmeßknechten und Knechtinnen in Frage. (Sorry, für den Zynismus in veredelter Form).
Bloß nicht nachfragen. Auch nicht bei den Oldtimern. Feinstaub haben die fast nicht im Vergleich zu TDI und TFSI, der kann bei den Oldies noch mit der Pinzette einzeln aus dem Papierfilter gesammelt werden, Stickoxide, unter der Berücksichtigung der Physik bei der Art der Verbrennung sind die Temperaturen im Motorraum der Oldies viel zu niedrig. Nur mit dem CO2 haperts ein wenig. Aber den holt sich der verbleibende Hambacher Forst jetzt und macht Sauerstoff daraus.
Achso, falls da jemand jetzt meint ich würde Trump in Umweltfragen beraten, nöö, nur mal so nebenbei: Unsere rund 150 qm aus 1974 werden dank des Klimawandels 2019 mit plus/minus Null Gesamtenergiekosten auskommen.
Der Troll im Koffer
Reinhard

Roman
Beiträge: 14905
Registriert: 18.02.2008, 21:19
Wohnort: Köln

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von Roman » 28.01.2019, 19:40

Ich glaube, da versucht jemand die Gunst der Stunde zu nutzen und die Exklusivität zu schützen gegen den nachwachsenden Pöbel. Ist doch klar, dass die eigenen Schätzchen im Wert steigen, wenn für die Sammlerkundschaft nichts mehr nachkommt auf dem Markt.

Das erinnert mich an den Kunstmarkt, für den ich mal gearbeitet habe. Das war immer ein elendes Hauen und Stechen, wer sich denn nun Galerie 'mit Qualität' schimpfen lassen und damit bei gemeinsamen Eröffnungen teilnehmen durfte. Einerseits war man auch auf Exklusivität bedacht, dass man nicht in einem Zuge mit irgendwelchen Hausfrauenmalereien genannt wurde, andererseits ist die Kundschaft auf dem begrenzten Markt nicht unendlich groß.
Achte immer auf den Horizont!

trolloholic
Beiträge: 2868
Registriert: 06.10.2012, 07:08

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von trolloholic » 28.01.2019, 21:42

Roki ETC 317 hat geschrieben:
28.01.2019, 17:37
Und nun kamen alle Nachhaltigkeitsjakobiner zu Wort, die, die Physik und Chemie zugunsten Philosophie und Ökothrophologie abgewählt hatten. Ideologie geht vor Wissenschaft und Realität. ...

Ist die Frage nach Meßmethoden und Analysenmethoden, Auswertung von Ergebnissen und deren Zuordnung in Aussagen über die Gefährlichkeitsrelevanz nicht zugelassen?
Genau!
Es ist auch erschreckend, wie sich einige aus dem wissenschaftlichen Diskurs verabschieden.
Die Debatte könnte vorbildhaft für einen interdisziplinären Ansatz stehen,
stattdessen wird rumge-trump-t.

Ein Teil der Mediziner-Gilde wird insofern demaskiert, als es ihm nicht gelingt,
die Dynamik in der Wissenschaft zu erkennen, anzuerkennen und dann zu nützen.

Ein neues Auto ist ja zähneknirschend doch eher fix besorgt, aber dieses Versagen von Leuten,
die ein Land steuern oder beim Steuern assistieren sollen, richtet großen, größeren! Schaden an.

jm2c
trolloholic
Immer wenn unser Troll rumzickt, kommt mir C. Bukowski in den Sinn:
"Find what you love and let it kill you."

yoho
Beiträge: 1039
Registriert: 16.09.2008, 21:49

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von yoho » 28.01.2019, 21:52

Ein neues Auto ist ja zähneknirschend doch eher fix besorgt
Es gibt Menschen, die können sich nicht mal eben fix ein neues Auto besorgen. Weder zähneknirschend noch sonstwie. - Ich gehöre zu ihnen.

trolloholic
Beiträge: 2868
Registriert: 06.10.2012, 07:08

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von trolloholic » 28.01.2019, 22:16

yoho hat geschrieben:
28.01.2019, 21:52
Ein neues Auto ist ja zähneknirschend doch eher fix besorgt
Es gibt Menschen, die können sich nicht mal eben fix ein neues Auto besorgen. Weder zähneknirschend noch sonstwie. - Ich gehöre zu ihnen.
mit eher fix meinte ich den -
im Vergleich zu der für die Wiederaufforstung der Gesellschaft nach der gerade stattfindenden "Rodung in der Gemeinschaft" - relativ kurzen Zeitraum. eher fix halt.
Da hast Du etwas in den falschen Hals gekriegt.

trolloholic
Immer wenn unser Troll rumzickt, kommt mir C. Bukowski in den Sinn:
"Find what you love and let it kill you."

Asrai
Beiträge: 426
Registriert: 23.04.2013, 16:03
Wohnort: BaWü

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von Asrai » 12.06.2019, 11:59

Du machst ständig Schleichwerbung für irgendwas. :roll: Was hast Du eigentlich nicht in Deinem Bauchladen parat?
Zahme Vögel singen von Freiheit, wilde Vögel fliegen.
Unterwegs mit Panda "Tomato" und Puck-Opa "Paul" :thumbs:

Schrauber
Beiträge: 6058
Registriert: 15.07.2011, 17:58
Wohnort: Südpfalz

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von Schrauber » 12.06.2019, 12:18

Belmin ist hier nur angemeldet, um Werbe-Spam zu posten. Ich habe sein Posting im Wagenheber-Thread schon vorgestern gemeldet, eben noch die anderen ...

moparium
Beiträge: 184
Registriert: 17.01.2015, 22:06
Wohnort: Vorderpfalz

Re: auch ein Oldtimer war einmal ein Youngtimer

Beitrag von moparium » 14.06.2019, 20:24

Wäre leider nicht der erste Werbe-Bot... :roll:
91er Touring Troll LM

Antworten