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Probleme - nur Lösungen Eigentlich hätte sie es ihm nach den vielen Jahren, die sie nun schon zusammen waren, ansehen müssen. Schließlich hatte er sich schon so einiges geleistet. Er hatte wieder dieses merkwürdige Grinsen um die Mundwinkel gehabt, als er sie nach ihrer Kur in Bad Hohenheim vom Bahnhof abgeholt hatte. Und hatte sie nicht selbst immer gesagt: "Wenn man Hinnerk gewähren lässt, muss man sich immer auf was gefasst machen." Das hatte sie nun davon. Einige von uns erinnern sich noch gut an das Superding mit Wiebke und Thea, Hinnerks Töchtern. Wiebke hatte nämlich als Kleinkind eine Marotte, die etliche Eltern kleiner Kinder sicher gut nachvollziehen können. Sie schlief am besten beim Autofahren. Kaum war der Motor gestartet, knackte Wiebke friedlich in ihrem Kindersitz. Das war bei längeren Touren ganz angenehm, musste man doch nicht dauernd das quäkende "Wann sind wir endlich da?" Gefrage von den billigen Plätzen ertragen, erwies sich aber als äußerst lästig, wenn man nur mal zum Einkaufen in die Stadt wollte. Schließlich konnte man den Nachwuchs nicht einfach während des Einkaufs allein im Auto lassen. "Ist bei uns genau so", hatte Hinnerks Arbeitskollege Werner gesagt. "..und dann abends nicht ins Bett wollen. Aber ich hab jetzt die Lösung. Ich fahr abends immer mit Erwinchen einmal ums Dorf und schon schläft er." Was bei Erwinchen klappte, ging auch in Elkes uraltem Käfer, war aber bei steigenden Benzinpreisen und wachsendem Umweltbewusstsein auf die Dauer nicht durchzuhalten. Und so sann Hinnerk, wie immer, auf eine praktische Lösung . * Just in der Woche,
in der Elke mit den Kindern bei den Eltern war, nahm er mit zwei Freunden
etliche Dachziegel vom Dach des Einfamilienhauses, löste ein paar Sparren
und hievte den Käfer, der von allem Überflüssigem wie Motor, Tank usw.
befreit worden war, mit Heino Krumps Bagger auf den Dachboden neben dem
Kinderzimmer. |